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Forum #13 – 28.04.2004
Unternehmen im Leipziger Osten – Wege zur Förderung

Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen im Leipziger Osten

Der Umbau der Eisenbahnstraße schreitet zügig voran. Das allein reicht aber noch nicht aus für die erfolgreiche Wiederbelebung der Magistrale. Und wie soll neues (Geschäfts-)Leben in die anderen Bereiche des Leipziger Ostens rund um Dresdner, Wurzner, Zweinaundorfer Straße oder Täubchenweg kommen?

Unternehmer müssen her, möglichst mit neuen Arbeitsplätzen für die Leipziger in Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf, Reudnitz und Anger-Crottendorf! Unterstützung in dieser Hinsicht gibt es jetzt über die besondere Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU-Richtlinien) im Programmgebiet. Beim 13. Forum Leipziger Osten am 28. April 2004 wurden diese durch den Koordinator Wirtschaft Dr. Michael Behling vorgestellt. Bis zu einer Höchstfördergrenze von 46,67 Prozent oder maximal 100.000 Euro können (nicht rückzahlbare) Zuschüsse für Ansiedelung, Investition, Unternehmensprofilierung, Schaffung neuer Arbeitsplätze gewährt werden.

Zu genauen Konditionen und Antragstellung berät Dr. Michael Behling – Kontakt über IC-E InfoCenter Eisenbahnstr. 49, Tel. (0341) 6 81 00 80 – in der wöchentlichen Sprechstunde bzw. nach Vereinbarung. Auf dem 13. Forum unterstrich er dazu: „Es ist genug Geld in diesem Topf, Voraussetzung für eine Auszahlung ist allerdings ein solides und Erfolg versprechendes Konzept.” Die Beratung dazu, egal wie lange sie sich hinzieht, ist kostenfrei! Erste Unternehmer haben diese Fördermöglichkeit mit Erfolg angenommen. Z. B. ließ sich Manfred Steglich mit seinem derzeit siebzehnköpfigen Ingenieurbüro für Brandschutzberatung neu am Torgauer Platz nieder: „Die Bedingungen im Umfeld haben gestimmt.”

Und die Fördermittel machten manches einfacher. Unterdessen laufen nahezu zwanzig Beratungsverfahren, Dr. Behling hält ca. 30-40 Bewilligungen bis zum Jahresende für durchaus realisierbar. Mit der KMU-Richtlinie eröffnet sich ein aussichtsreicher Weg, dem anspruchsvollen Ziel, Arbeitsplätze im Leipziger Osten und damit auch attraktive Angebote zu schaffen, deutlich näher zu kommen.

In jedem Falle sollten noch mehr Geschäftsleute die diesbezüglichen Beratungsmöglichkeiten nutzen. Damit sind nicht nur die angesprochen, die von den aktuellen Veränderungen in der Eisenbahnstraße betroffen sind:
„Uns ist ein Geschäft, das in der Dresdner Straße eine Unternehmensnachfolge hat, genauso wichtig wie ein Handwerker, der in der Wurzner Straße ist, oder auch ein größeres gewerbliches Unternehmen, das sich in der Zweinaundorfer oder in der Kohlgartenstraße ansiedeln will”, betont Dr. Behling. „Wir, und da sehe ich mich auf einer Linie mit dem Stadtteilmanagement vor Ort und dem verantwortlichen Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, praktizieren Gleichberechtigung für kleine und mittlere Unternehmen mit guten Ideen, mit einem positiven Effekt für den Leipziger Osten.”

       

212 neue Arbeitsplätze!

Sind 212 neue Arbeitsplätze nun viel oder wenig? Im Jahre 2003 wurde diese Zahl im Programmgebiet Leipziger Osten erzielt. Und damit ist Leipzig im Vergleich aller sächsischen EFRE-Gebiete Spitze!
Maßgeblich ist dies dem Einsatz von Michael Sperlich, Koordinator für Beschäftigung im Auftrag des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, und seiner Mitstreiter vom bsw Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft e. V. zu verdanken.
• 101 Personen wurden nach Bewerbung, Auswahl, Qualifizierung, Einarbeitung unter Anleitung in ein festes Arbeitsverhältnis im neu angesiedelten Call Center Global Com Serv im Atrium Grafisches Viertel vermittelt. (2004 wurden bereits weitere 25 Arbeitsverträge geschlossen.)
• 20 Personen aus dem Leipziger Osten erhielten einen festen Arbeitsvertrag in einem Unternehmen im Leipzger Osten,
• 5 begründeten ein Lehrverhältnis.
• 33 Personen konnte nach dem Chemnitzer Modell Qualifizierung, Arbeit statt Sozialhilfe ein geförderter befristeter Arbeitsvertrag vermittelt werden, 10 davon wurden in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen.
• Insgesamt 53 Personen aus dem Programmgebiet konnte im Rahmen der befristeten geförderten Beschäftigung Langzeitarbeitsloser mit ergänzender Sozialhilfe eine sinvolle Tätigkeit im SOS-Projekt vermittelt werden.
Diese Bilanz zeigt nachdrücklich, wie man in einem schwierigen Umfeld dennoch erfolgreich neue Arbeitsplätze schaffen kann.

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Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt