
Forum #5 – 09.11.2001
Das Image des Leipziger Ostens
Am 9. November 2001 tagte das Forum Leipziger Osten #5 mit rund 150 Teilnehmern. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand das Image des Leipziger Ostens (Programmgebiet des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt): Wie sieht es heute aus? Was kann man tun, um es nachhaltig zu verbessern?
Grundlage des Ideenaustauschs bildeten die von der Themen-Arbeitsgruppe Image & Öffentlichkeitsarbeit in einem Workshop vorbereiteten Konturen eines möglichen Meinungsbildes über den Leipziger Osten. Die vier denkbaren (und gezielt zu kommunizierenden) Imagekonturen kristallisieren sich um die Grundaussagen: "Alles geht", "Leipzigs bunte Hinterhöfe", "Buntes Viertel" und "Spielraum Leipzig Ost".
Die Forumsteilnehmer wählten nach mehreren Diskussionsrunden aus den vorgestellten Imagekonturen die ihrer Ansicht nach überzeugendste aus. Das zu diesem Zwecke aufgerichtete "Imagebarometer" zeigte einen deutlichen Ausschlag zugunsten des Bildes "Buntes Viertel". Auf dieser Grundlage wird jetzt weiter an einem möglichst zugkräftigen Image für den Leipziger Osten gearbeitet.

Dazu wird künftig auch das während des Forums gewählte Logo und der ebenfalls durch Forumsentscheid ermittelte Slogan für den Leipziger Osten dienen. Das Sieger-Logo zeigt eine freundlich-spielerische Variante des Schriftzuges "Leipziger OSTEN" mit einem lächelnden Sonnengesicht im Buchstaben O. Darunter steht der Satz: "Im Osten geht die Sonne auf."
Unabhängig davon wurde eben dieser Satz "Im Osten geht die Sonne auf" als Slogan für den Leipziger Osten auserkoren.
Der Sieger des Logo-Wettbewerbs (Werbeagentur Heimrich & Hannot) erhielt als Preisgeld und für die Verwertungsrechte 3.000 DM, die insgesamt 13 Einzeleinreicher des besten Slogans können sich 1.000 DM teilen. Außerdem wurde ein Sonderpreis im Logowettbewerb an den Grafiker Michael Müller ausgereicht (Reudnitzer spendiert ein Jahr lang monatlich einen Kasten Bier).
Logo und Slogan, deren Verwertungsrechte beim Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung liegen, werden jetzt überarbeitet und sollen künftig all jene Aktionen, Projekte, Baumaßnahmen usw. markieren, die beitragen, den Leipziger Osten lebens- und liebenswerter zu machen. Unternehmen, Einrichtungen, Vereine u.a. sind aufgefordert, ihr Engagement im Rahmen des Programms Soziale Stadt durch die Verwendung von Logo und Slogan deutlich(er) zu machen. Eine groß angelegte Imagekampagne für den Leipziger Osten werde es laut ASW-Amtsleiter Karsten Gerkens vorerst nicht geben. Ans Forum gewandt unterstrich er: "Das Logo verbreitet sich über Ihre Aktivitäten. Logo und Slogan müssen überall dort auftauchen, wo von den vielen kleinen Erfolgen im Programmgebiet Leipziger Osten gesprochen wird."
Die Forumsteilnehmer wurden über weitere Projekte und Vorhaben informiert:
- Das Büro "LE-frequence" stellte seine Modellplanung für die vorgesehene Umgestaltung des Otto-Runki-Platzes vor. Der Siegerentwurf eines von der Stiftung "Lebendige Stadt" und der Stadt Leipzig mit Unterstützung der Deutschen Bank ausgelobten Wettbewerbs fand bei seiner ersten öffentlichen Vorstellung im Leipziger Osten wenig Gegenliebe und soll weiter diskutiert werden. Nächster Termin: 20. November, 15.00 Uhr, vor Ort auf dem Otto-Runki-Platz.
- Am 29. November, 19.00 Uhr, findet im Freizeitzentrum Rabet ein Forum spezial zum Plan Vorbereitender Untersuchungen statt.
- Am 12. Dezember, 19.00 Uhr, trifft sich im Gasthaus Zur Tenne (Schulze-Delitzsch-Str. 19) erstmals ein Kulturstammtisch für den Leipziger Osten.
- Das Kunstprojekt auf dem Dach der ehemaligen Tankstelle Wurzner/Ecke Bautzmannstraße wird im Dezember von Jugendlichen unter Leitung des Internationalen Bundes (IB) installiert. Dabei finden u.a. die Siegerfotos aus dem Fotowettbewerb "Ostentdeckungen" Verwendung.
- Der Stadtteilführer "Rund um die Eisenbahnstraße" liegt jetzt als Broschüre vor und kann im Internet unter www.volkmarsdorf.de eingesehen werden.
- Der Terminplan zur weiteren Umgestaltung des Rabets wurde vorgestellt. Anfang 2002 sollen die Planungsaufträge für die Baumaßnahmen im Areal, das von Eisenbahn- / Hermann-Liebmann-Straße und Rabet begrenzt wird, sowie für die Modernisierung des Freizeitzentrums erteilt werden.