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Forum #6 – 18.01.2002
Das Forum lernt – Bilanz und Ausblick

Rückschau und weitere Arbeit
Am 18. Januar 2002 galt im Freizeittreff Rabet: „Das Forum lernt”. Die Teilnehmer am Forum Leipziger Osten #6 zogen Bilanz eines reichlichen Jahres Arbeit im Programmgebiet Soziale Stadt und gaben Empfehlungen, wie und mit welchen Schwerpunkten die Arbeit fortgeführt werden soll. Am wichtigsten bleibe, „viele Dinge gemeinsam mit den Leuten vor Ort, die hier wohnen, arbeiten, ihre Freizeit verbringen”, zu planen und zu verwirklichen, betonte Beigeordneter Engelbert Lütke Daldrup, der zum ersten Mal Gast des Forums war.

Schon die Tatsache, dass es das Forum mit seinen Themenarbeitsgruppen und breiten Mitwirkungsmöglichkeiten überhaupt gibt, wurde positiv bewertet. Aus einer Themenvielfalt kristallisierten sich interessante Projekte heraus, die nach Maßgabe der Möglichkeiten verwirklicht werden - z. B. Logo-Wettbewerb, neue Stellplätze, gezielte Abrisse, Straßenerneuerung (Mariannenstraße), Planungswerkstatt zur komplexen Umgestaltung des Rabet, neue Spielanlagen im Rabet und viele kluge Überlegungen zu Brachflächengestaltungen und besseren sozialen und kulturellen Angeboten.
„Visionen werden möglich!”

Das Engagement von Anwohnern und Gewerbetreibenden dränge Hauseigentümer, auch Ämter und Behörden zu engerer Zusammenarbeit. Und mit dem neuen Informationszentrum (Eisenbahnstr. 49 – Eröffnung im Frühjahr 2002) werden sich die Bedingungen für Kommunikation, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit der einzelnen Akteure weiter verbessern. Das gibt der vom begleitenden Deutschen Institut für Urbanistik (difu) attestierten „großen Beteiligungsvielfalt” im Forumsprozess neue Perspektiven.

Die erfolgreiche Weiterführung des Forums Leipziger Osten, seiner Kernprojekte und der Themenarbeitsgruppen bei wachsender Beteiligung der vor Ort Betroffenen werde entscheidend zur nötigen Verbesserung des Images des Leipziger Ostens beitragen. „Weniger meckern – mehr Kreativität zeigen!” lautet eine der häufigsten Forderungen an alle Beteiligten, vom Anwohner um die Ecke bis zu den Spitzen der Stadtverwaltung.

Unterstützt werden sollte dies u. a. durch regelmäßige öffentliche Information, was in den Themenarbeitsgruppen passiert, Fördermittelberatungen, die Möglichkeit, in themenbezogenen Forumsveranstaltungen einzelne Problemkreise „auszudiskutieren” oder neue Ideen, wie die Bewohner der Stadtteile noch zahlreicher, enger und direkter in den gesamten Prozess einbezogen werden können, damit wirklich „Bürger ihre Stadt gestalten.”

Das Forum Leipziger Osten wird weiter arbeiten mit dem Ziel, tragfähige Strukturen im Quartier zu erhalten und zu gestalten, mehr Lebensqualität zu erzielen. Für dazu notwendige Schritte – von Maßnahmen des Stadtumbaus bis zu sozialen / kulturellen Projekten – werden verschiedene Förderprogramme nutzbar gemacht.

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