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Forum spezial – 25.06.2004
Baustellenrundgang

Die Stadterneuerung im Leipziger Osten geht jetzt mit großen Schritten voran. Erste Spatenstiche (Rabet) und Einweihungen („Dunkler Wald”, Hermann-Liebmann-Brücke, „Neue Eisenbahnstraße” 1./2. BA und Stadtteilpark Reudnitz - Eilenburger Bahnhof) folgten einander Schlag auf Schlag.
Deshalb lud das Forum Leipziger Osten spezial zu einer besonderen Besichtigungstour über verschiedene Baustellen ein. Neben den großen Stadtumbaumaßnahmen (Eisenbahnstraße, Rabet, Wurzner Straße) tragen eine Reihe kleinerer Projekte dazu bei, den Leipziger Osten als Wohnviertel attraktiver zu machen, z. B. durch die Entwicklung neuer Stadthausstandorte, die Verwirklichung von Selbstnutzerprojekten und Bürgerinitiativen.
Während des Baustellenrundganges wurden die großen und bemerkenswerte kleine Projekte vorgestellt. Der Rundgang führte vom Neustädter Markt zum Margaretenhof.
Besichtigt wurden dabei:

  • die Selbstnutzer-Wohnprojekte Meißner Str. 17 und 34
  • der Bürgergarten Meißner Straße
  • die geplanten Stadthäuser am Bürgergarten
  • das IC-E InfoCenter Eisenbahnstraße
  • die Baustelle Eisenbahnstraße
  • die Baustelle Stadtteilpark Rabet
  • die Baustelle Freizeittreff Rabet sowie
  • das Projekt Loftwohnungen im Margaretenhof

Der Forums-Rundgang über Baustellen im Leipziger Osten fand bei gutem Spaziergangswetter sehr großen Anklang. Rund 120 aufmerksame Teilnehmer ließen sich an den 10 Stationen von verantwortlichen Initiatoren, Bauherren, Architekten oder Ämtervertretern aktuelle Projekte und weitere Pläne erläutern.
Zahlreiche Nachfragen zeigten, dass preiswertes Wohneigentum ein zeitgemäßes Thema für den Leipziger Osten ist. Auch die Planungen und Details der großen Umbaumaßnahmen wurden engagiert hinterfragt. - Gute Gründe, dass sich die Forumsteilnehmer erst nach reichlich drei Stunden am Endpunkt Margaretenhof mit einem wohl verdienten Imbiss stärken konnten.

Selbstnutzer am Neustädter Markt

Gegenwärtig ändert sich das Bild von Eisenbahnstraße und Rabet nahezu täglich. Und neben diesen Hauptprojekten passiert einiges mehr: z. B. Selbstnutzerprojekte (preiswerte Häuser/Eigentumswohnungen für eigene Nutzung).
Fachleute und Fans attestieren dem weitestgehend erhaltenen Gründerzeitviertel rund um die Heilig-Kreuz-Kirche einen „Pariser Charme“ dank seiner Alleen, grünen Innenhöfe, versteckten Grünanlagen. Viel wurde bereits saniert, doch harren einige Gebäude und Baulücken ähnlich familienfreundlicher Aufwertung.
Hier greift das Selbstnutzerprogramm des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, das den innovativen Umbau der neuen eigenen vier Wände oder ebenso zukunftsträchtige Neubauten anregt, unterstützt und fördert.
Wie Wohnen im „umgekrempelten“ Altbau aussehen kann, demonstrieren z. B. die im Bau befindlichen Häuser Meißner Str. 17 und 34. Die Rundgangsteilnehmer erhielten eine gute Vorstellung davon, wie modernes Wohnen in altem Gemäuer mit viel Licht, Luft und natürlichen Materialien zu vertretbaren Preisen möglich werden kann. Individueller Fantasie und Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt – sofern die Statik des Gebäudes nicht in Frage steht.
Genauso lassen sich die Gestaltungsideen für die eigenen vier Wände beim Neubau umsetzen. Als Beispiel dafür gilt das Stadthäuser-Projekt, das einmal auf dem Areal an der Meißner Straße 40-54 verwirklicht werden soll.
Es sieht moderne Doppelhäuser vor, die Familien preiswertes Wohnen im Einfamilienhaus auf drei Etagen (ca 150 m²) mit eigenem Garten mitten in der Stadt ermöglichen.

          

Demnächst wird hier als Zwischennutzung ein Bürgergarten gestaltet, u. a. mit Wildblumenwiese, Schulgartenbeeten, Bäumen und Sträuchern, Sitzrondell sowie Kunst-Installationen, z. B. einer Skulptur und bunten Windrädern.

Der neue Stadtteilpark Rabet wächst

Im wahrsten Sinne des Wortes aufgewühlt präsentierte sich das Rabet den erwartungsfrohen Forumsrundgängern: Berge aus Erde und Pflastersteinen prägten noch das Bild des künftigen Stadtteilparks. Dabei ließen sich einzelne Elemente seiner künftigen Gestaltung bereits deutlich identifizieren, z. B. der Verlauf des parkumspannenden „Brombeerbandes“ oder die neuen Standorte der Spielgeräte.
Am 14. Mai 2004 besiegelten Leipzigs Stadtbaurat Dr. Engelbert Lütke Daldrup und eine Gruppe quirliger kleiner „Rabetindianer“ – im Zivilleben sonst Schlaumäuse der Kindertagesstätte Konradstr. 21 den Start der tief greifenden Bauarbeiten; vorbereitende Maßnahmen gab es seit Ostern.
Die Rundgangsteilnehmer überzeugten sich vom zügigen Fortgang der Erweiterung und Umgestaltung des Rabets eines der drei zentralen vom Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung initiierten Stadtumbauprojekte im Leipziger Osten. Der Stadtteilpark Rabet wird in drei Bauabschnitten bis Ende 2006 umgestaltet.

        

Für insgesamt 4,5 Mio Euro entsteht zwischen Straße Rabet und Eisenbahnstraße (bei Aufhebung der Marthastraße) die „grüne Oase” im Leipziger Osten. Der erste Bauabschnitt südlich der Konradstraße wird bis Ende 2004 abgeschlossen. 2005 folgt das Areal zwischen Konrad- und Eisenbahnstraße, wo auch eine für Wochenmärkte und andere Veranstaltungen sowie Stellplätze vorgesehene befestigte Fläche entsteht, und 2006 der anschließende Otto-Runki-Platz.
Im Zentrum des neuen Rabet liegt die große Wiese. Drum herum werden verschiedene, teils neue Freizeitangebote eingeordnet – das brombeerfarbene „Aktivband“ für Spaziergänger, Radfahrer, Skater usw., Spielplätze, der erweiterte Freizeittreff Rabet, Baumgruppen und Aufenthaltsbereiche am Rande.
Die AG Rabet begleitet als „empfehlende Bürgerstimme“ nach ihrer erfolgreichen Beteiligung in der Planungsphase auch die Umsetzung des aus EU-Fördermitteln kofinanzierten Bauvorhabens.

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