
Forum Spezial – 10.12.2008
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (SEKo)
Leipzig 2020 – neue Chancen für den Leipziger Osten
Ein erster Arbeitsstand für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (SEKo) Leipzig 2020 wurde öffentlich diskutiert. Vom 21. November bis zum 19. Dezember 2008 konnten sich alle Interessierten auf gesamtstädtischer Ebene in einer Arbeitsausstellung in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses informieren und am 21. und 22. November an Diskussionsveranstaltungen teilnehmen:
21. November: Leipzig 2020 – Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur
22. November: Leipzig 2020 – Lebensqualität und sozialer Zusammenhalt
Zusätzlich wurde im Rahmen eines Forums spezial detailliert darüber informiert, welche Chancen sich durch das SEKo für den Leipziger Osten ergeben. Vor dem Hintergrund des SEKo wurde über neue Impulse sowie die weitere Vorgehensweise zur Stärkung und Weiterentwicklung des Leipziger Ostens beraten. Die Diskussionsgrundlagen lieferten:
- Vorstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (SEKo) Leipzig 2020
(Stefan Heinig, Stadtplanungsamt) - Welche Konsequenzen hat das SEKo für die Arbeit in den Fördergebieten?
(Karsten Gerkens, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung) - Wie wirkt das SEKo im Leipziger Osten?
(Petra Hochtritt, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung)
Karsten Gerkens, Leiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW), stellte das mit dem SEKo praktizierte fachübergreifende, integrierte Herangehen an Problemlösungen in die Jahrhunderte alte Tradition der selbstbewussten Bürgerschaft der Messestadt, die sich stets ihrer Verantwortung für die Schönheit der Stadt wie auch für die Förderung benachteiligter Stadtteile bewusst war und entsprechend handelte.
Aus dem nun entstehenden fachübergreifenden Stadtentwicklungskonzept – das auch Voraussetzung für künftige Fördermittelanträge ist – erwachse ein Mehrwert durch Vernetzung. Das Gesamtkonzept der Stadtentwicklung wird untersetzt durch spezifische Fachkonzepte sowie Strategien (Konzepte) für einzelne Stadtteile.
Das SEKo stellt sich Problemen wie dem mittelfristig zu erwartenden Bevölkerungszuwachs, steigenden Zahlen von Kindern wie auch über 80-Jährigen, wobei einige Stadtteile auch gegenläufige Tendenzen verzeichnen.
Der Leipziger Osten wird als einer von fünf fachübergreifenden Schwerpunkträumen der Leipziger Stadtentwicklung ausgewiesen. Seine Entwicklung soll künftig enger mit der des nördlich angrenzenden Schönefeld abgestimmt werden.

In der Forumsdiskussion spielten vor allem Anregungen und Wünsche eine Rolle, die folgende Problemkreise betreffen: Senioren- und Kinderfreundlichkeit künftiger Entwicklung, Denkmalschutzkonzept, Flexibilität und differenziertes Herangehen beim weiteren Stadtumbau, Ordnung und Sicherheit (z. B. Drogenprävention), Unterstützung und Einbeziehung von Sport- und anderen Vereinen, energiesparendes Bauen, eine überlegte Schulnetzplanung.
Die Stadt Leipzig kann auf eine erfolgreiche Transformation seit 1990 zurückblicken und will auch in Zukunft allen Herausforderungen erfolgreich begegnen. Die veränderten globalen Rahmenbedingungen, der demographische Wandel, die Folgen des Strukturwandels und die Ansprüche der Wissensgesellschaft verlangen neue Lösungsansätze.
Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (SEKo) Leipzig 2020 bekommt Leipzig ein neues Planungsinstrumentarium, mit dem auf diese Herausforderungen effektiv reagiert werden kann. Es stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Fachämtern und bildet die Grundlage für die Einwerbung und den noch gezielteren Einsatz von Fördermitteln.
Damit wird das SEKo besonders für Stadtteile interessant, die durch soziale, wirtschaftliche oder städtebauliche Problemlagen gekennzeichnet sind. Hier konnten in den vergangenen Jahren durch die integrierte Stadterneuerung bereits beachtliche Erfolge erzielt werden. Für die Behebung weiterhin bestehender Missstände eröffnet das SEKo neue Perspektiven.