
Forum #24 – 20.11.2009
10 Jahre Quartiers- und Stadtteilmanagement im Leipziger Osten – weiter so?!
Seit nunmehr zehn Jahren gehört der Leipziger Osten zu den mehr als 390 Programmgebieten in rund 260 deutschen Städten und Gemeinden, die im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ neue Herangehensweisen in der Stadtteilentwicklung erfolgreich ausprobieren und weiterentwickeln. Aus dem 1999 gestarteten Programm werden Maßnahmen gefördert, die der drohenden sozialen und räumlichen Spaltung in den deutschen Städten entgegenwirken sollen.
Im „Soziale Stadt“-Programmgebiet Leipziger Osten, das bislang die Ortsteile Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf sowie Teile von Reudnitz und Anger-Crottendorf umfasst, werden die Vielzahl städtebaulicher, stadtteilökonomischer, sozialer und soziokultureller Einzelprojekte seit Programmbeginn wesentlich von dem Stadtteilmanagement für das gesamte Gebiet und dem mit Schwerpunkt in Volkmarsdorf aktiven Quartiersmanagement koordiniert.

Das Forum zieht zunächst ein Resümee der zehnjährigen Arbeit. Die Entwicklung sowohl der Haushalt- als auch der Fördermittelsituation erfordert aber auch eine kritische Überprüfung der vorhandenen Strukturen. Anforderungen verändern sich, neue Anforderungen kommen hinzu.

Anschließend verdeutlicht ein Überblick über künftige Anforderungen an die Stadtteilentwicklung, welche Anstrengungen nötig sein werden, um die entsprechend des Integrierten Handlungskonzepts auf den Weg gebrachten Entwicklungs- und Stabilisierungsprozesse im Leipziger Osten fortzuführen. Akteure stellen erste Gedanken zur Weiterentwicklung der Arbeitsstrukturen, zu einer damit verbundenen Veränderung der Fördergebietsgrenzen sowie zu künftigen Arbeitsinhalten vor.
„Wir wollen uns darüber klar werden, wie wir künftig weiter arbeiten wollen.” Sicher ist, dass auch weiterhin Ideen und kritische Urteile, Anregungen und Vorschläge aus dem Forum Leipziger Osten unverzichtbar und notwendig sind.

Das 24. Forum diskutiert, welche Strukturen in den nächsten Jahren gebraucht werden, wie die Akteure im Leipziger Osten ihre Kräfte effektiver bündeln und gleichzeitig ihre Arbeitsbereiche entsprechend ihrer jeweiligen Kompetenzen noch besser definieren können. Dazu gehört auch eine Verständigung über Kommunikationswege, die effektive Abstimmung der lokalen Akteure und die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ämtern.