
Forum #26 – 17.09.2010
Der Leipziger Osten lernt! – Wie es um die Bildungslandschaft steht und was gemeinsam zu tun ist …
Bildung entscheidet immer stärker über Lebensperspektiven. Deshalb bemühen sich viele Eltern um die bestmöglichen Bildungschancen für ihre Kinder. Sie fragen sich vielleicht: Ist der hohe Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Schulen des Leipziger Ostens ein Nachteil für die Bildungschancen meines Kindes? – Oder ist die sprachliche und kulturelle Vielfalt eher ein Vorteil?
Um diese Eltern im Stadtteil zu halten, müssen die Stärken unserer lokalen Bildungslandschaft weiter entwickelt und notwendige Kenntnisse darüber möglichst direkt und dauerhaft vermittelt werden. Gleichzeitig müssen reale Probleme abgebaut werden.
Es gibt viele begabte Kinder, deren Eltern sich darüber kaum Gedanken machen oder die Begabungen ihrer Kinder nicht unterstützen. Sind hier die Schulen aufgrund der Vielfalt ihrer Aufgaben nicht überfordert, diese Unterstützung allein zu geben? Können hier Angebote von anderen Einrichtungen im Stadtteil helfen?
Kinder, die den Anschluss auf dem langen Bildungsweg verlieren, haben später kaum Chancen, einen Beruf zu erlernen und den Weg ins Erwerbsleben zu meistern. Sie müssen als Erwachsene oft lebenslang mit hohem Aufwand finanziell unterstützt werden.
Ein Einsatz für gute Bildung zahlt sich also mehrfach aus. Gleichzeitig muss Bildung heute als ein lebenslanger Prozess verstanden und behandelt werden. Auch dafür braucht es im Stadtteil die passenden Angebote.
Das Thema Bildung ist von Natur sehr komplex. Es gibt keine einfachen Lösungen. Trotzdem oder gerade deswegen versteht sich das 26. Forum Leipziger Osten als Auftakt für eine intensivere und einrichtungsübergreifende Arbeit im Stadtteil.
Die Forumsteilnehmer verschaffen sich einen Überblick über die aktuelle Situation der Bildungslandschaft im Leipziger Osten, benennen Probleme und Bedarf. Am Beispiel der Stadtteilvernetzung „Schule mit Zukunft“ oder des stadtweiten Projekts „Lernen vor Ort“ werden einige Lösungsansätze aufgezeigt.
In kleineren moderierten Gesprächsrunden werden die notwendigen Handlungsfelder abgesteckt und Wege erkundet, um den notwendigen Umfang und die Qualität von Bildungsangeboten im Stadtteil zu erreichen und zu sichern. Vorbereitet sind die Themenkreise
- Förderung besonders begabter Kinder
- Unterstützung von Kindern mit Lernschwierigkeiten
- Jugendliche an der Schwelle zu Ausbildung und Beruf
- Elternbildung
- Erwachsenenbildung
- Seniorenbildung
Abschließen erwachsen daraus Vereinbarungen für die weitere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren und Einrichtungen.
Zu Gast im Forum sind u. a. Martin zur Nedden, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau, Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur, des Schulverwaltungsamtes und von Bildungseinrichtungen vor Ort.