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Eine neue Fassade für den Freizeittreff Rabet

Der Wettbewerb zur Neugestaltung der Fassade am umgebauten Freizeittreff Rabet wurde im Herbst 2004 von der Stadt Leipzig unter Federführung des Jugendamtes, in Kooperation mit dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung und unterstützt vom Deutschen Kinderhilfswerk e. V. ausgelobt. Das Projekt wurde von der EU kofinanziert. – Projektumsetzung: Herbst 2004 bis September 2005

Aufgerufen waren Kinder- und Jugendteams, kreative Vorschläge für die Gestaltung der Fassade zu entwickeln. Generell wurde dabei eine farbliche, vollflächige Gestaltung der Fassaden einschließlich des Dachdrempels angestrebt. Dies umfasste auch die farbliche Gestaltung der Rollläden, die jedoch, entsprechend ihrer Funktion, nur zeitweise zu sehen sein werden.
Sprühtechniken sollten vermieden werden.

Aus den Ausschreibungsunterlagen:
Gegenstand des Wettbewerbs sind die Fassaden des Altbaus des Freizeittreffs
Rabet. Der mit Lärchenholz verschalte Erweiterungsbau sowie der verbindende
Durchgang stehen für den Entwurf nicht zur Verfügung. Gesucht wird ein kreativer Entwurf, der sich mit dem Ort - dem Freizeittreff, dem Park, dem umgebenden Stadtteil - auseinandersetzt und die verschiedenen Nutzungen und Nutzer berücksichtigt.
Welche Motive für den Entwurf gewählt werden, welche Ideen umgesetzt werden, ist den Verfassern weitgehend freigestellt. Maßgeblich ist, inwieweit eine Auseinandersetzung mit dem Ort, den Nutzungen oder den Menschen im
Entwurf gelungen ist. Auch grafische Elemente sind erlaubt.
Ausgeschlossen werden lediglich Symbole, die Markenrechte berühren bzw.
Urheberschutz genießen, gewaltverherrlichende Motive oder andere kinder- und jugendgefährdende Inhalte darstellen bzw. auf politische Willensbekundungen verweisen.

Entsprechend Ausschreibungsbedingungen beteiligten sich zehn Teams am Wettbewerb und reichten je einen Gestaltungsentwurf ein. Dieser umfasste

  • ein Arbeitsmodell der Fassaden, das auf Pappe aufgezogen und auf einer Grundplatte befestigt ist,
  • eine dazu gehörige Entwurfsbeschreibung,
  • eine Erläuterung der dem Entwurf zugrunde liegenden Idee,
  • eine Beschreibung der zur Umsetzung vorgesehenen Materialien und Techniken.

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Die Jury

Am 17. Dezember 2004 befanden zwei Jurys über die im Wettbewerb zur Fassaden-gestaltung des Freizeittreffs Rabet eingereichten Beiträge. Bewusst wurde auf gleichberechtigte Entscheidung von jungen und älteren Bewohnern des Stadtteils gesetzt, um die Akzeptanz der neuen Fassade bei allen Parknutzern weitestgehend zu gewährleisten. Entsprechend erfolgte die Wettbewerbsentscheidung durch das Votum je einer Kinder- und Jugendjury sowie einer Erwachsenenjury.
Fachleute aus Kunst, Architektur und Verwaltung standen beiden Entscheidungs-gremien beratend zur Seite, insbesondere bezüglich der technischen bzw. fachlichen Anforderungen an den Realisierungsentwurf. Der Eindruck, den das Gebäude auch von weitem vermitteln würde, war das entscheidende Kriterium für die Jurys und bewirkte, dass andere zum Teil sehr gut ausgearbeitete Entwürfe keine Platzierung erhielten.
Beide Jurys wählten als Sieger verschiedene Entwürfe aus.

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Die Preisträger

Den beiden Preisträgern – Marie Klabunde (18) und Patrik Müller (25) – gelang es auf spannende Art, aus ihren ursprünglichen Entwürfen eine kombinierte Gestaltungsidee
für die Fassade vorzulegen. Die Ausgangsentwürfe gehen fließend ineinander über und verschmelzen zu einer neuen sehenswerten Einheit.
Am Ende ist eine Fassade entstanden, die Jung und Alt gleichermaßen in ihren Bann zieht, den Betrachter immer wieder zu neuem Schauen und neu Entdecken einlädt.

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Die Umsetzung

Am 5. September 2005 begannen zwanzig Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule – allen voran die beiden Preisträger – mit der Fassadenbemalung. Auf der Basis der von Marie erarbeiteten Raster wurden die Fassadenflächen aufgeteilt und in der ersten Woche die Konturen der zahlreichen Figuren und anderen Gestaltungselemente entsprechend der Entwurfszeichnung aufgebracht. In der zweiten und dritten Woche erhielt die konturierte Fassade ihren fantastischen Farbanstrich.
Die Leitung der Gutenberschule ermöglichte die Projektumsetzung, indem sie die Schülerinnen und Schüler für dessen Dauer vom Unterricht frei stellte. Unterstützt wurden die Schüler, wie schon während der Wettbewerbsphase, von ihrer Kunsterzieherin Daniela Calow sowie vom Leipziger Künstler Michael Fischer-Art, dem Architektenbüro Appel & Bohne, der Farben spendierenden Firma Brillux, Mitarbeitern des Jugendamtes und des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung.


Am 26. September 2005 war das Werk vollbracht!

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Zum Herunterladen:

  

 

 

 

 

 

   Die Dokumentation zur
   neuen Fassade des Freizeittreffs
   Rabet von der Auslobung des
   Wettbewerbs bis zur Einweihung.
   (PDF-File, ca. 1,6 MB)

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