
Kitas im Blick – Kindertagesstätten als offene Kommunikationszentren im Gemeinwesen
Das von Januar 2004 bis Juni 2007 realisierte Projekt der Stadt Leipzig (Jugendamt) zielt darauf, Kindertagesstätten im Programmgebiet Leipziger Osten mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken und zu offenen Kommunikationszentren im Gemeinwesen weiter zu entwickeln. Das bedeutet, nicht nur Unterstützung für Familien in verschiedenen Problemlagen anzubieten, sondern auch interkulturelle und nachbarschaftliche Begegnungsangebote gemeinsam mit den im Stadtteil vertretenen Vereinen und Initiativen zu organisieren.
Zum Herunterladen: Faltblatt zum Projekt (PDF-File, ca. 308 kB)
Projektträger: BBW Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH, Knautnaundorfer Straße 4, 04249 Leipzig, Tel. (0341) 41 37-0, Fax (0341) 41 37-488, www.bbw-leipzig.de
Am Projekt beteiligt waren das Stadtteilmanagement Leipziger Osten (Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung), das Jugendamt, der ASD Allgemeiner Sozialer Dienst, das Referat Ausländerbeauftragter und das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig sowie
die vier Kindertagesstätten („Projektkitas”)
- Wurzner Str. 122 (Träger: BBW Leipzig)
- „Knirpsenstadt”, Hermann-Liebmann-Str. 99 (Träger: Stadt Leipzig, Jugendamt)
- „Regenbogenland”, Konradstr. 70/72 (Träger: Stadt Leipzig, Jugendamt)
- Eisenbahnstr. 52 (vorm. Konradstr. 21) (Träger: Stadt Leipzig, Jugendamt)
Das Projekt wurde aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bei einem Eigenanteil der Stadt Leipzig in Höhe von 25% gefördert.
Das Projektteam begleitete ca. 500 Kinder, deren Eltern und etwa 70 Erzieherinnen.
Wolfgang Merseburger, Projektleiter (Bildmitte), Erzieher, Dipl.-Pädagoge
Sameer Al Absi, pädagogischer Mitarbeiter, Magister Deutsch als Fremdsprache / Erziehungswissenschaft, Sprachkenntnisse: Arabisch
Marianne Fuchs, pädagogische Mitarbeiterin, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Sprachkenntnisse: Russisch, Englisch
Das Team infomierte monatlich in einem Infobrief „Einblicke – Ausblicke” über seine Arbeit. (Alle Briefe zum Herunterladen: „Einblicke – Ausblicke” 2005-2007 (PDF-File, ca. 611 kB)
Ziele und Aufgaben des Projektes:
Entwicklung der Kindertagesstätten zu Orten des Vertrauens, der Beratung und der Umsetzung von familienunterstützenden Maßnahmen und Elternarbeit:
- Beratung, Unterstützung und Begleitung von Familien aller Nationalitäten
- Kollegiale Beratung von Erzieherinnen und Leiterinnen
- Organisation und Durchführung von Weiterbildungs- und Informationsangeboten für Erzieherinnen
- Unterstützung der Arbeit der Elternbeiräte
- Ausbau, Dokumentation, Pflege eines Beratungs- und Informationsnetzes für die Kitas
Entwicklung der Kindertagesstätten im Leipziger Osten zu integrativen und interkulturellen Begegnungsstätten im Gemeinwesen:
- Initiierung, Organisation und Aufbau von regelmäßigen Begegnungsmöglichkeiten „von Eltern für Eltern“ in den Kitas und im Stadtteil
- Organisation und Mitgestaltung von (interkulturellen) Aktionen und Festen im Stadtteil unter Einbeziehung der Familien aus den Kitas
- Mitwirkung bei thematischen Elternabenden zu Themen wie Interkulturelles Zusammenleben, Elternmitwirkung usw.

Zu einer ausführlicheren Erläuterung der Zielstellung (PDF-File, ca. 23 kB)
Zu einer Auswahl von Beispielen der Projektarbeit (PDF-File, ca. 92 kB)
Das Projekt hatte sich sehr gut in das Netzwerk des Leipziger Ostens integriert. Kooperationen wurden u. a. zum Quartiersmanagement Volkmarsdorf, zum Offenen Freizeittreff Rabet, zum Integrationsprojekt Dialog oder zum Projekt „Stadtumbau nicht ohne uns - eine Stadt als Spielraum” aufgebaut. Die Beratungsangebote des Projekts wurden seit Juni 2004 in allen Projektkitas von den Eltern und Erzieherinnen sehr gut nachgefragt.
Mit dem Integrationsprojekt Dialog, der Kinder- und jugendärztlichen Beratungsstelle der Stadt Leipzig, dem Naomi e. V. und dem Quartiersmanagement Volkmarsdorf wurde z. B. ein Angebot zur frühkindlichen Sprachförderung ausländischer Kinder umgesetzt.
Regelmäßig stattfindende Steuerungsrunden mit ASD, Jugendamt, Ausländerbeauftragtem, Gesundheitsamt und Projektträger thematisierten und dokumentierten Arbeitsschwerpunkte und Problemlagen.

