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Beihilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Grundlage und Ziele

Im Leipziger Osten konnten während der Projektlaufzeit vom 28.09.2003 bis zum 30.06.2007 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Unterstützung ihrer Investitionen gefördert werden. Grundlage war die „Förderrichtlinie der Stadt Leipzig über die Gewährung von Zuwendungen an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Rahmen des EFRE-Förderprogrammes VwV-Stadtentwicklung, Abschnitt B – Städtische Entwicklung“ als Beschluss der Ratsversammlung vom 17.09.2003. Sie wurde speziell für den Leipziger Osten gemeinsam mit der Handwerkskammer Leipzig und der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig auf Basis der Rahmenrichtlinie des Freistaates Sachsen erarbeitet.
Somit konnten aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Kofinanzierung der Stadt Leipzig (25%) Unternehmen im Fördergebiet Leipziger Osten finanziell unterstützt werden.
Am 29. Juni 2004 überreichte Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee den ersten drei nach KMU-Richtlinie geförderten Unternehmern aus dem Leipziger Osten die Förderbescheide.

Das Ziel dieses Förderprogramms war es, die lokalen Unternehmen zu stabilisieren und neue Unternehmen anzusiedeln. Dabei ging es in erster Linie um Einzelhandel, Kleinhandwerk und lokale Dienstleister.

Für Investitionen, die zur Stärkung des Unternehmens und des Fördergebiets Leipziger Osten beitrugen, konnte ein Zuschuss zu den Investitionskosten gezahlt werden. Entstanden gleichzeitig auch neue Arbeits- und Ausbildungsplätze, erhöhte sich der Förderbeitrag.
Darüber hinaus wurde die wirtschaftliche Entwicklung im Leipziger Osten durch Revitalisierungszuschüsse gestärkt, mit deren Hilfe Eigentümer von Gewerbeflächen leer stehende und unzeitgemäße Räume vermietbar machen konnten. Letzteres erschien – neben den in der Rahmenrichtlinie beschriebenen Fördertatbeständen – aus der besonderen Situation der KMU im Leipziger Osten als sinnvoll. Aufgrund des hohen Leerstandes sowie des vielfach schlechten Zustandes der angebotenen Laden- und Gewerbeflächen im Programmgebiet wurden bauliche Investitionen bezuschusst, die langfristig genutzt werden können (z. B. Heizung, Bodenbeläge u. a., aber keine spezielle technische Ausstattung). Der Zuschuss betrug 75 bis 100 € je m² Gewerbefläche, maximal 10.000 Euro. Der Zuschuss wurde an die Vermieter gezahlt und musste in der Miete an den Gewerbetreibenden weitergegeben werden.

Die KMU-Beihilfe-Richtlinie im Fördergebiet Leipziger Osten wurde durch das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wirtschaftsförderung umgesetzt. Direkter Ansprechpartner vor Ort war der Koordinator Wirtschaft Dr. Michael Behling.
Mit dem InfoCenter Eisenbahnstraße (IC-E) stand allen Unternehmer/innen und Eigentümer/innen eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung, in der eine umfassende Beratung zu allen Fragen angeboten wurde, die mit dem Programm sowie der Antragsstellung zusammenhingen. Dort wurden gegebenenfalls auch weitere Ansprechpartner/innen und Beratungsmöglichkeiten vermittelt.

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Investitionen in Unternehmen

Wer konnte gefördert werden?
Grundsätzlich konnten kleine und mittlere Unternehmen mit Standort im Fördergebiet Leipziger Osten gefördert werden:
− ortsansässige Unternehmen,
− Existenzgründungen,
− Neuansiedlungen und Umzüge von Unternehmen.

Was konnte gefördert werden?
Förderung von Investitionen und allgemeinen Kosten

Wenn Unternehmen ihre Produktionen oder Dienstleistung modernisierten oder erweiterten, konnten Zuschüsse zu den Investitionskosten (Anlagevermögen, jedoch keine Gebäude und Fahrzeuge) gewährt werden. Maßnahmen zur Verbesserung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit konnten unterstützt werden: auch für Unternehmen, die sich neu gründeten oder in den Leipziger Osten umsiedelten.

Zusätzliche Förderung, wenn durch die Maßnahme Beschäftigung entwickelt wurde
Für jeden neuen Arbeits- oder Ausbildungsplatz, der durch geförderte Maßnahmen entstand, konnte zusätzlich ein Zuschuss gezahlt werden.

Eine Förderung konnte erfolgen, wenn ein Beitrag zur Entwicklung des Fördergebietes „Leipziger Osten“ geleistet wurde:
Neuansiedlung oder Entwicklung/Erweiterung eines Unternehmens
− Schaffung von Arbeitsplätzen
− Sicherung der Versorgung
− Umsetzung innovativer unternehmerischer Vorhaben
− Vorhaben zur Standortentwicklung
− Verbesserung der wirtschaftlichen Verflechtung
− Verbesserung des Umweltschutzes
− Beitrag zur Chancengleichheit von Frauen und Männern

Rationalisierungsmaßnahmen, die mit einem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden waren, wurden nicht gefördert!

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Ein unbürokratisches Verfahren

Wie hoch konnte die Förderung sein?
Investitionen konnten mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 35% gefördert werden. Entstanden durch die Maßnahmen neue Arbeits- oder Ausbildungsplätze im Unternehmen, konnte sich der Zuschuss um bis zu 4.000 € je Arbeits-/ Ausbildungsplatz erhöhen. Wohnte die neue Arbeitskraft oder der/die Auszubildende im Leipziger Osten, gab es sogar bis zu 6.000 €. Die Obergrenze der Förderung lag bei 46,66% der Kosten der Maßnahme.

Wie bekam man die Fördermittel?
Wenn Sie als Unternehmer/in Fördermittel beantragen wollten, mussten Sie möglichst konkrete Vorstellungen haben, was Sie in Ihrem Unternehmen verändern wollten und welche Auswirkungen dieses haben würde. Existenzgründer/innen sollten auch bereits einen entsprechenden Lehrgang besucht haben, damit sie über unternehmerische Grundkenntnisse verfügten.
Wichtig war, dass Sie vor dem Beginn des Vorhabens einen Antrag stellten und einen Förderbescheid erhielten! Rückwirkend oder für bereits begonnene Investitionen war eine Förderung unmöglich.

Im InfoCenter Eisenbahnstraße IC-E wurden in einem individuellen Beratungsgespräch ausführliche Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung gegeben. Inhalte des Gesprächs waren in der Regel:
− Unternehmenskonzept
− Investitionskonzept (Kosten der Maßnahme)
− Finanzierungskonzept (Gesamtfinanzierung)
− Ertragskonzept (Liquiditätskonzept)

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Ergebnis:

Zwischen 2004 und 2007 wurden insgesamt

    • 72 Förderbescheide
    • über 840.000 € Fördermittel erteilt. Dadurch ist es gelungen,
    • ca. 2.000.000 € Investitionen im Stadtteil zu initiieren.

Neben der Stärkung der lokalen Wirtschaft traten auch positive Beschäftigungseffekte ein:

    • 248 Arbeitsplätze konnten gesichert werden,
    • 159 Arbeitsplätze wurden geschaffen.
 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt