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Der Umbau der Eisenbahnstraße ist abgeschlossen

1. Dezember 2004: „Bahn frei!” für die „Neue Eisenbahnstraße”

Seit diesem Tag können Straßenbahnen und Kraftfahrzeuge wieder ungehindert durch die Eisenbahnstraße rollen. Die Zeiten des komplizierten Umbaus sind vorbei. In knapp 11 Monaten erhielt der Abschnitt der wichtigen Magistrale zwischen Rosa-Luxemburg- und Torgauer Straße ein vollständig neues Gesicht.
Im Rahmen eines kleinen Einweihungsfestes gab Leipzigs Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau, Dr. Engelbert Lütke Daldrup, am 1. Dezember 2004 im Beisein von Regierungspräsident Walter Christian Steinbach, Regierungsvizepräsident Stefan Wagner, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der LVB, Wilhelm Georg Hanss, und dem Vizepräsidenten des Sächsischen Landtages und SPD-Landtagsabgeordneten des hiesigen Wahlkreises, Gunther Hatzsch, die „Neue Eisenbahnstraße” frei.
Als erstes Fahrzeug passierte der LVB-Adventsexpress die Straße in voller Länge, nachdem die Bahn ein von Vorschulkindern des Leipziger Ostens gestaltetes Eröffnungstransparent durchfahren hatte.

 

Der Anlass

Die Eisenbahnstraße ist eine der wenigen identitätsprägenden Zentrenbereiche des Leipziger Ostens. Als Bundesstraße litt sie unter der Verkehrsbelastung, als Geschäftsstraße unter der Konkurrenz zur grünen Wiese, einem ungünstigen Branchenmix und unzeitgemäßer Ausstattung und Größe der Geschäftsflächen. Sie ist derzeit durch einen hohen Leerstand sowohl von Laden- als auch von Büroflächen geprägt. Trotz dieser negativen Entwicklung der letzten Jahre bekennt sich die Stadt Leipzig in ihrem Stadtentwicklungsplan Zentren zum Erhalt der Eisenbahnstraße als Nahversorgungszentrum. Mit dem umfassenden Umbau der Eisenbahnstraße wurden neue Maßstäbe in der Beteiligung und der bürgernahen Umsetzung gesetzt und gleichzeitig die baulichen Voraussetzungen geschaffen, damit sich Handel und Gewerbe in einem attraktiveren Straßenraum präsentieren können.

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Der Umbau

Die grundhafte Umgestaltung der wichtigen Magistrale des Leipziger Ostens wurde wie vorgesehen in der Zeit vom 5. Januar bis 30. November 2004 realisiert. Es wurden u. a. folgende Leistungen erbracht:

  • 8.000 m² Fahrbahn asphaltiert,
  • 10.700 m² Gehweg erneuert,
  • 2.800 m² Radstreifen angelegt,
  • 4.300 m² Parkbuchten (für ca. 200 Fahrzeuge) angelegt,
  • 111 Straßenbäume gesetzt,
  • 67 Beleuchtungsmasten errichtet,
  • 4 Lichtsignalanlagen um- bzw. neu gebaut,
  • 3000 m Straßenbahngleis neu verlegt sowie
  • 5 Haltestellenkaps behindertengerecht gebaut.

Im gesamten Baubereich wurden zudem durch Kommunale Wasserwerke, Stadtwerke, Telekom und Kabel Deutschland die kompletten Medien neu verlegt.

    

Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund 7 Millionen Euro. Die grundlegende Umstrukturierungsmaßnahme im Fördergebiet Leipziger Osten (Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt” und Programm „Stadtentwicklung” des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gilt als eine Voraussetzung für die Wiederbelebung des gesamten Fördergebiets als Wohn- und Wirtschaftsstandort.

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Das Umfeld der erneuerten Magistrale

 

Im Umfeld der Großbaustelle begann das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW), weitere Baumaßnahmen umzusetzen, die der Eisenbahnstraße zu größerer Attraktivität verhelfen sollen.

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Die Zukunft der Eisenbahnstraße

Die neu gestaltete Eisenbahnstraße eröffnet deutlich bessere infrastrukturelle Rahmenbedingungen für eine Wiederbelebung der einstmals beliebten und stark frequentierten „Einkaufsmeile”. Jetzt kommt es darauf an, dass die umfangreichen baulichen Veränderungen von den Bürgern vor Ort angenommen und mit Leben erfüllt werden. Große Bedeutung kommt hierbei sowohl dem belebenden Engagement der Interessengemeinschaft der Händler und Gewerbetreibenden an der Eisenbahnstraße – der IG Eisenbahnstraße Die Lo(c)k-Meile – als auch dem weiteren Einsatz des Geschäftsstraßenmanagements zu.
Letzteres unterstützt bereits seit Oktober 2003 (von der Stadt Leipzig beauftragt) Händler und Gewerbetreibende dabei, die Eisenbahnstraße neu zu beleben und attraktiver zu machen. Allein während der Bauphase führten die Geschäftsstraßenmanager Dr. Michael Behling und Dr. Manfred Bauer etwa 100 Beratungen für ansiedlungs- oder investitionsinteressierte Unternehmer durch. Neuansiedlungen konnten vorbereitet werden und kleine und mittlere Unternehmen wurden bereits mit Fördermitteln unterstützt. Im Jahre 2005 werden die Beratungen des Geschäftsstraßenmanagements fortgesetzt.

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Bürgerbeteiligung

Von Anfang an setzte die Stadt auf umfassende Beteiligung der Einwohner, Bürgervereine, Händler und Gewerbetreibenden am Stadtumbauprozess im Leipziger Osten.
Aktuelle Informationen zu Bauabschnitten und -maßnahmen, Bauplänen, Umleitungshinweisen usw. konnten den Infotafeln am IC-E sowie der Webseite www.leipziger-osten.de, außerdem Faltblättern sowie aktuellen Aushängen an den unmittelbar vom aktuellen Baugeschehen betroffenen Gebäuden entnommen werden.
In insgesamt 48 wöchentlichen Bauberatungen und Bürgerinformationen informierten Ämter, Bauüberwachung, LVB, Versorgungsträger und Bauleitung über nächste Schritte, klärten Probleme.
Die MitarbeiterInnen der SOS-Einsatzgruppe im Leipziger Osten leisteten fast täglich kurzfristige Hilfe, z. B. bei der Gewährleistung von Geschäftszugängen, Beräumung von Bauschutt, An- und Abtransport von Waren.

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Weitere Informationen zum Umbau in unserem Umbau-Archiv.

 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt