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Was wird gebaut?

Auf dem Areal rund um die ehemalige Hermann-Liebmann-Schule sollen – eng miteinander verbunden – eine Oberschule und ein Gymnasium mit dem Charakter einer Quartiersschule entstehen. Dazu gehört für jede Schule eine Sporthalle. Ein solcher Schulkomplex ist in Leipzig einzigartig und setzt Impulse für die Steigerung der Attraktivität des Leipziger Ostens insgesamt. 

Was bedeutet „Quartiersschule“?

Mit dem Quartiersschulcampus entsteht ein Schulkomplex, der bessere Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer sozialen Situation bietet. Kinder und Jugendliche im Leipziger Osten zählen derzeit stadtweit zu denen mit den schlechtesten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bildungs- und Berufsweg. Nicht nur Schule und Elternhaus beeinflussen die Bildungschancen der Kinder, sondern der gesamte Sozialraum. Schulstandorte können Impulse für die Entwicklung ihres Umfeldes geben und das soziale Gefüge im Stadtteil stabilisieren.

Neben baulichen Voraussetzungen müssen die inhaltlichen Konzepte der Schulen weiter entwickelt und ein gut funktionierendes Bildungsnetzwerk der verschiedenen Bildungsakteure aufgebaut werden. Eine Quartiersschule soll sich dabei in besonderer Weise an den Qualitäten, Stärken und Bedarfen des umliegenden Stadtteils orientieren.

Bereits seit vielen Jahren werden Schulräume auch nach der offiziellen Schulzeit durch Vereine, Volkshochschule oder Musikschule genutzt. In der Quartiersschule sollen die Möglichkeiten außerschulischer Nutzungen der Gebäude und Freiflächen deutlich erweitert werden. Die Volkshochschule beispielsweise kann als fester Bestandteil des Lernortes ganztägig Angebote der Erwachsenenbildung für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils anbieten. Vereine aus dem Stadtteil erhalten die Möglichkeit, auf dem Schulgelände kulturelle, Bildungs- und Beratungsangebote für die Öffentlichkeit anzubieten. Hierfür stehen sowohl kleinere als auch ein größerer Veranstaltungsraum (Bereich Mensa/Aula) zur Verfügung.

Mit der Quartiersschule entsteht ein soziales und kulturelles Zentrum im Stadtteil. Dessen Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Einrichtungen und Angeboten im Stadtteil (Kultur, Wirtschaft, soziale Einrichtungen und Vereine) werden intensiviert, beispielsweise für den Ausbau von Ganztagsangeboten. 

Warum werden zwei Schulen benötigt?

Die Zahl der Geburten in Leipzig ist in den letzten Jahren kontinuierlich auf derzeit rund 7000 pro Jahr gestiegen, Tendenz steigend. Damit zählt Leipzig seit einigen Jahren bereits mehr Geburten als Todesfälle. Zudem ziehen mehr Menschen nach Leipzig als aus Leipzig wegziehen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Im Leipziger Osten wächst die Bevölkerungszahl dabei deutlich stärker als im Durchschnitt der Stadt Leipzig.

Daher muss die Infrastruktur, insbesondere Kindertagesstätten und Schulen, deutlich ausgebaut werden. Bis 2030 werden in Leipzig voraussichtlich ca. 80 zusätzliche Kindertagesstätten und 40 zusätzliche Schulen benötigt. Im Bereich der Oberschulen reichen bereits im Schuljahr 2017/18 die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr aus. Im Leipziger Osten  wird dringend eine zusätzliche Oberchule benötigt, schon in einigen Jahren außerdem ein Gymnasium. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts müssen voraussichtlich noch drei bis vier neue Grundschulen folgen.

Für den möglichen Standort der Oberschule und des Gymnasiums wurden bereits vor Jahren alle denkbaren Flächen im Leipziger Osten untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Standort um die ehemalige Hermann-Liebmann-Schule an der Ihmelsstraße als einziger mit stadteigenen Grundstücken zur Verfügung steht. 

Wann werden die Schulen gebaut?

Der Schulcampus entsteht in zwei aufeinander folgenden Bauabschnitten. Abschnitt 1 umfasst Sanierung und Umbau des alten Schulhauses sowie Errichtung eines Anbaus für die Oberschule sowie die Errichtung beider Sporthallen – übereinander in einem Gebäude angeordnet. In Abschnitt 2 folgen der Neubau des mit dem Altbau verbundenen Gymnasiums und ein Mehrzweckbau mit Aula/Mensa für beide Schulen sowie Funktionsräumen, die teils schulisch, teils für Angebote für den Stadtteil genutzt werden können.

Bisher gab es dazu folgende Planungsschritte

2012: Beschluss zur Reaktivierung der ehemaligen Hermann-Liebmann-Schule zu einer 4-zügigen Oberschule/„Quartiersschule“ am Standort Ihmelsstraße
2013: Auftrag zur Suche eines Standortes für ein Gymnasium im Leipziger Osten
2013: Ideensammlung unter Beteiligung von Bürgern und Akteuren aus dem Stadtteil
2014: Durchführung einer Untersuchung zur grundsätzlichen Machbarkeit der Umsetzung am geplanten Standort
2016: Durchführung eines städtebaulichen Gutachterverfahrens mit dem Ziel, die Gebäude auf dem Standort optimal anzuordnen und Durchführung eines EU-weiten Ausschreibungsverfahrens zur Auswahl der Architekten und Haustechniker
2017: Vorplanung (Leistungsphase 2) und anschließend Entwurfsplanung (Leistungsphase 3)

Derzeit läuft die Vorplanung für den ersten Bauabschnitt. Die weiteren Etappen sind:

2017: Beantragung von Fördermitteln (der erste Bauabschnitt hat ein Investitionsvolumen von rund 28 Mio. €)
2017: Baubeschluss des Stadtrates für den 1. Bauabschnitt
2017/2018: Aufbau der Klassen für den Schulstandort Ihmelsstraße im Interim Löbauer Straße (5., 6. und 7. Klassen)
2018: Durchführung der Ausführungsplanung
2018: Baubeginn des 1. Bauabschnitts
2021: Bauende und Inbetriebnahme der Oberschule und der Sporthallen

Für den 2. Bauabschnitt (Gymnasium und Mehrzweckgebäude) ist eine Fertigstellung ab 2024 vorgesehen. 

Welche Gebäude sind geplant? Wie sieht der städtebauliche Entwurf aus?

Der städtebauliche Entwurf, der der aktuellen Planung zugrunde liegt, wurde über das städtebauliche Gutachterverfahren ermittelt. Das Planungsbüro, das diesen Wettbewerb gewonnen hatte (Planungsgruppe RBZ GmbH mit Storch Landschaftsarchitektur aus Dresden) wurde auch mit der Durchführung der Planung bis zur Entwurfsplanung beauftragt. Auf der Basis des Siegerentwurfs wurden im Planungsverlauf kleinere Änderungen vorgenommen und abgestimmt, die Grundideen des Entwurfs wurden jedoch beibehalten. Weitere kleinere Veränderungen sind auch in den nächsten Planungsphasen noch möglich.



Vereinfachte Ansicht des künftigen Schulcampus
1 – Bestandsgebäude
2 - Erweiterungsbau Oberschule
3 - Sporthallen in Stapelbauweise
4 - Erweiterungsbau Gymnasium
5 – Mehrzweckgebäude
6 - Ergänzungsbau öffentliche Nutzung

Im Zentrum des Campus befinden sich die Schulgebäude. Das alte Bestandsgebäude entspricht nicht mehr den Anforderungen an heutige Standards für Klassenräume. Daher werden für die Oberschule (Nr. 2 im Bild) und das Gymnasium (Nr. 4 im Bild) die eigentlichen Klassenräume als Erweiterungsbauten angefügt. Alle drei Baukörper sind im Inneren miteinander verbunden, so dass die inhaltliche Zusammenarbeit der beiden Schulen bereits baulich berücksichtigt wurde. Der Altbau (Nr. 1 im Bild) bleibt das gestalterisch dominierende Gebäude. Er beherbergt Verwaltungsräume, Gruppenarbeitsräume sowie verschiedene Spezialräume (Werken, Schulbibliothek u. a.) für beide Schulen. Bis zum Bau des Gymnasiums (2. Bauabschnitt) werden zwischenzeitlich auch Lern-, Beratungs- und Büroräume für die öffentliche Nutzung untergebracht. Nach Ende des 2. Bauabschnitts werden diese Funktionen in den Multifunktionsbau (Nr. 5 im Bild) vor dem alten Bestandsgebäude umziehen. Daneben werden hier die gemeinsame Essensversorgung, ein großer, flexibler Mehrzweckraum für beide Schulen (Aula – gleichzeitig öffentlicher Veranstaltungsraum) sowie weitere Lernräume eingeordnet.

Die zweistöckige Sporthalle (Nr. 3 im Bild) mit je drei Feldern soll bereits im 1. Bauabschnitt vollständig errichtet werden. In beiden Sporthallen findet dann sowohl Sportunterricht als auch Vereinssport statt. Zusätzlich erhält die Halle im Erdgeschoss eine Ausstattung als Wettkampfhalle mit wegklappbaren Zuschauerplätzen. Der kleine Baukörper (Nr. 6 im Bild) schafft Möglichkeiten zur Ergänzung öffentlicher Nutzungen mit Bezug zum Schulcampus. Über den Bau dieses Gebäudes wird mit der Planung zum 2. Bauabschnitt noch entschieden.

Die für beide Schulen zur Verfügung stehenden Freiflächen gliedern sich in einen offenen Bereich vor dem alten Bestandsgebäude und einem abgezäunten Schulhof hinter den Schulgebäuden. Der offene Bereich umfasst die dreieckige Brache (auch „Krönerplatz“ genannt) vor dem alten Schulhaus und den zwischen Wurzner und Krönerstraße liegenden Abschnitt der Ihmelsstraße, der als öffentliche Straße entwidmet wird. Dieser Bereich erhält zusätzliche Begrünung und soll als städtebauliche Fortführung des „Grünen Bandes Wurzner Straße“ wirken.

Den abgezäunten Schulhofbereich teilen sich beide Schulen, er wird aber in verschiedene Teilräume gegliedert. Der vorhandene Bolzplatz am Sporthallenstandort bleibt bestehen. Er wird genauso wie die restlichen Funktionen (Tischtennisplatte, Basketballkorb) in den öffentlich nutzbaren Bereich integriert. Als Freisportgelände nutzen die Schulen die Anlagen des Sportvereins SV Leipzig Ost 1858 e. V. 

Wie sieht das Schulkonzept aus?

Für die inhaltliche Planung ist die Sächsische Bildungsagentur zuständig. Grundlage bildet das sächsische Schulgesetz. Das Amt für Jugend, Familie und Bildung begleitet die Erstellung der Schulkonzepte. Oberste Zielsetzung für die Stadt Leipzig ist der Abbau von Bildungsbenachteiligung. Bei der Konkretisierung der Schulprogramme ist wünschenswert, dass  Kooperationen mit Akteurinnen und Akteuren sowie Einrichtungen im Umfeld (Kultur, Bildung, Wirtschaft, etc.) eine wichtige Rolle spielen und sich als fester Bestandteil etablieren.

Die Anlage der Schulen als Campus soll die Zusammenarbeit beider Schulen begünstigen und so auch die Bildungsübergänge zwischen ihnen erleichtern. Die konkrete Ausgestaltung der Schulprogramme findet in Verantwortung der beiden Schulleitungen in Zusammenarbeit mit den Eltern künftiger Schüler statt.

Bei der weiteren Konkretisierung der nichtschulischen öffentlichen Nutzungen im Campus können auch andere Interessierte aus dem Stadtteil mitwirken. Hierfür steht das Quartiersmanagement als koordinierender Ansprechpartner zur Verfügung.
Kontakt: qm@leipziger-osten.de

Wie verläuft die Inbetriebnahme der Schule?

Das übliche Verfahren sieht vor, dass das Amt für Jugend, Familie und Bildung gemeinsam mit der Sächsischen Bildungsagentur für neue Schulen im Aufbau zunächst eine Außenstelle an einer bestehenden Schule (Stammschule genannt) einrichtet. Diese Außenstelle erhält eine eigene Leitung. Erst später wird die Leitung für die neue Schule öffentlich ausgeschrieben.

In dieser Vorphase ist die Erarbeitung eines Schulkonzeptes zusammen mit der dann bereits vorhandenen Elternschaft vorgesehen. Für die neue Oberschule in der Ihmelsstraße beginnt der jahrgangsweise Aufbau neuer Klassen mit dem Schuljahr 2017/2018 am Interimsstandort Löbauer Straße 46 (Schönefeld) als Außenstelle der 20. Schule. Der Umzug in die neue Schule ist mit Beginn des Schuljahres 2021/22 vorgesehen.

Wie werden Inklusion und Barrierefreiheit berücksichtigt?

Bei der Planung der Schulgebäude und Schulfreiflächen wird grundsätzlich Barrierefreiheit baulich sichergestellt. In den Klassenzimmern (ca. 70m²) sind Flächen für Rollstuhlfahrer berücksichtigt. Es wird ein Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderung geben.

Was hat der Stadtteil von der Quartiersschule?

In dem Multifunktionsgebäude sollen Mensa und Aula als flexibler Mehrzweckraum ausgebaut werden, der für mittlere und größere öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Zudem entstehen mehrere multifunktionale Lernräume, die für Ganztagsangebote der Schulen sowie, insbesondere vormittags und abends, für Bildungs- und Kursangebote für Erwachsene zur Verfügung stehen (z. B. für Angebote der VHS oder freier Träger).

Es wird mehrere schulische Beratungsräume geben, die bedarfsabhängig von beiden Schulen und zu bestimmten Zeiten für öffentliche Beratungsleistungen (wie z. B. Bildungsberatung, Beratung zur Förderung spezieller Begabungen, Erziehungsberatung u. a.) genutzt werden können.

Die Sporthallen stehen außerhalb der Schulsportzeiten Sportvereinen zur Verfügung. Der offene Bereich vor dem alten Bestandsgebäude bleibt städtischer Freiraum erhalten. Eine teilweise öffentliche Nutzung des abgezäunten Schulhofbereiches ist noch zu klären.

Generell ist die Öffnung der Schule in den Stadtteil in diesem Umfang in Leipzig neu. Daher müssen die Details im weiteren Prozess geprüft und geklärt werden.

Was geschieht mit dem Wertstoffhof an der Krönerstraße 13? Wo können Pächter der Kleingärten in der Nachbarschaft künftig ihre Abfälle entsorgen?

Aufgrund des Schulbauvorhabens muss der Wertstoffhof in der Krönerstraße 13 geschlossen werden. Als Ersatz soll ein neuer Wertstoffhof für den Stadtbezirk Ost entstehen. Über den Kauf einer entsprechenden Fläche stimmt der Stadtrat ab.

Für die Entsorgung von Abfällen gelten für alle Kleingärten in Leipzig die Regelungen der Kleingartenverordnung und der Abfallwirtschaftsatzung der Stadt Leipzig. Mit insgesamt 17 Wertstoffhöfen bietet Leipzig eine sehr hohe Anzahl an Annahmestellen, die für die Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar sind.

Welche Straßen- und Wegeveränderungen sind geplant?

Die derzeitige Verkehrsplanung sieht die Einziehung der Ihmelsstraße zwischen Wurzner und Krönerstraße vor. Die Fläche bleibt für Fuß- und Radverkehr öffentlich nutzbar. Wegen unter der Straße verlaufender Versorgungsanlagen wird diese Fläche auch nicht bebaut. Als Ersatz für den Wegfall der Ihmelsstraße als Anbindung an die Wurzner Straße wird die Krönerstraße zwischen Wurzner und Ihmelsstraße grundhaft ausgebaut. Die Lichtsignalanlage (Ampel) wird verlegt. Die Bernhardstraße quert künftig zwischen Kröner- und Liselotte-Herrmann-Straße das Gelände des Schulcampus; die genaue Straßenführung ist Gegenstand der künftigen Freiraum- und Verkehrsplanung für den Campus.

Auf welcher Grundlage wird der derzeitige Garagenhof aufgelöst?

Die Fläche des Garagenhofes befindet sich im Eigentum der Stadt Leipzig. Die derzeitigen Garagenpächter haben laut Einigungsvertrag eine Nutzungsmöglichkeit, solange keine öffentlichen Interessen dagegenstehen. Mit dem geplanten Bau der Quartiersschule wird die Fläche des Garagenhofs benötigt. Die Stadt Leipzig wird hierzu den betreffenden Pächtern rechtzeitig kündigen. Die Garagenpächter haben keinen Anspruch auf Entschädigungsleistungen oder Ersatzpachtobjekte. Daher wird die Stadt Leipzig keine Ersatzstandorte ausweisen.

Welche Planungen gibt es für das Parken?

Der ruhende Verkehr, der sich aus der schulischen Nutzung ergibt, wird auf dem Gelände der künftigen Schulen untergebracht. Dabei wird berücksichtigt, dass durch die direkte Erschließung mit der Straßenbahn und die sonstigen Wegebeziehungen ein großer Teil der Angestellten sowie die Schülerinnen und Schüler nicht mit dem eigenen Pkw zur Schule fahren. Anzahl und räumliche Einordnung der erforderlichen Stellplätze werden im Rahmen der Freiflächenplanung für die Quartiersschule erfolgen.

Für das umgebende Wohngebiet besteht entsprechend der Planung keine zusätzliche Belastung durch ruhenden Verkehr. Die Pkw, die durch den Wegfall des Garagenhofes zusätzlich im Wohngebiet untergebracht werden müssen, erhöhen den Parkdruck entsprechend. Die Bereitstellung von Parkraum ist jedoch keine Aufgabe der Kommune. Hierfür sind Wohnungseigentümer und Fahrzeughalter verantwortlich. Ein Anspruch auf einen Stellplatz in Wohnungsnähe existiert in Leipzig nicht.

Die Stadt Leipzig ist aber bemüht, den Verkehr im Leipziger Osten im Allgemeinen und in diesem Wohngebiet im Besonderen bestmöglich im Interesse aller Bewohnerinnen und Bewohner zu organisieren. Dazu wird aktuell eine Untersuchung zu sinnvollen und praktikablen Maßnahmen durchgeführt. Dabei werden alle Verkehrsarten sowie ihre Verknüpfung miteinander betrachtet. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden zu gegebener Zeit öffentlich vorgestellt.

Welche Möglichkeiten zur Beteiligung gibt es?

Bisheriger Beteiligungsprozess

Bereits vor dem Stadtratsbeschluss zur Reaktivierung der ehemaligen Hermann-Liebmann-Oberschule als Quartiersschule fanden in den Jahren 2012 und 2013 mehrere Informations- und Beteiligungsveranstaltungen, insbesondere im Rahmen des Forums Leipziger Osten, statt. Auf der Basis des Stadtratsbeschlusses wurde 2013 eine mehrteilige Konzeptwerkstatt durchgeführt und ein grundsätzliches Ideenkonzept für die Quartiersschule erarbeitet. Dieses wurde im Rahmen einer öffentlichen Dialogveranstaltung im November 2013 vorgestellt und mit großer Zustimmung diskutiert.

Mit direkt Betroffenen, insbesondere mit der Gemeinschaft der Pächter des Garagenhofes an der Bernhardstraße, führte das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung zwischenzeitlich eine Reihe von Informations- und Abstimmungsgesprächen.

Nach einer Phase von verwaltungsinternen Prüfungen und Klärungen lief 2016 auf der Basis der Stadtratsbeschlüsse und der zuvor erarbeiteten Konzepte ein Städtebauliches Gutachterverfahren. Die Ergebnisse des Wettbewerbs wurden im Sommer 2016 im Rahmen einer Ausstellung veröffentlicht. Die Pläne und das Modell des Siegerentwurfs sind noch immer im Infocenter Eisenbahnstraße zu sehen. Im Stadium der Vorplanung für den ersten Bauabschnitt gab es im April 2017 eine öffentliche Dialogveranstaltung. Begleitend wurde mit Infotafeln im InfoCenter Eisenbahnstraße über das geplante Projekt informiert.

Ein wichtiges Informationsmedium für den Stadtteil ist die Blitzinfo, die regelmäßig über Entwicklungen in den Stadtteilen des Leipziger Ostens informiert und auch für Veranstaltungsankündigungen genutzt wird. Wenn Sie diesen Newsletter erhalten wollen, informieren Sie uns über: blitzinfo@leipziger-osten.de 

Künftige Bürgerbeteiligung

Öffentliche Dialogveranstaltungen sind auch in Zukunft entlang der Meilensteine der Planung des Schulcampus vorgesehen. Die zeitliche Festlegung erfolgt in Abstimmung mit dem weiteren Planungsverlauf. Zu den Veranstaltungen lädt das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) zu gegebener Zeit ein.

Die Ausgestaltung der Schulkonzepte erfolgt in der Regie der Außenstellenleitungen in der Vorbereitungsphase in Abstimmung mit der Sächsischen Bildungsagentur und dem Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig. Für die Oberschule beginnt dieser Prozess bereits mit dem Schuljahr 2017/18.

Die Vorbereitung nichtschulischer Nutzungen in der Quartiersschule wird durch das ASW in enger Abstimmung mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung koordiniert. Interessierte können sich hierzu an das Quartiersmanagement Leipziger Osten wenden: qm@leipziger-osten.de

Wer ist zuständig?

Planung des Schulbaus: Amt für Jugend, Familie und Bildung und Amt für Gebäudemanagement
Inhaltliche Verantwortung für die Schulen (inkl. Schulleitungen): Sächsische Bildungsagentur
Inhaltliches Gesamtkonzept für den Campus: Amt für Jugend, Familie und Bildung
Vorbereitende Koordination der stadtteiloffenen Angebote und Nutzungen von Stadtteilakteuren: Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung in Abstimmung mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung
Planung der Verkehrsführung und des Baus von Verkehrsanlagen: Verkehrs- und Tiefbauamt

 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt