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Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und insbesondere rassistische Diskriminierung ist in Sachsen und Leipzig Realität und stellt ein Problem dar für Menschen, die auf der Suche nach einer Wohnung sind und dabei Benachteiligungen erleben. Ein ungewöhnlicher Name, ein fremder Pass oder das „falsche“ Aussehen können die Wohnungssuche sehr erschweren. Wie diese Grafik des Antidiskriminierungsbüros Sachsen zeigt, finden die meisten Fälle auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt statt:

Quelle: Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V., Fallzahlen 2017-2020

Diskiminierung ist nach §19 AGG verboten! Das Diskriminerungsverbot erstreckt sich über folgende Bereiche:

  • von der Anbahnung einer Vermietung
  • über die Dauer des Mietverhältnisses
  • bis zur Beendigung des Mietvertrages.

Diskriminierte Personen haben diese Rechtsansprüche:

  • Unterlassung bzw. Beseitigung der Diskriminierung
  • Schadensersatz und/ oder Entschädigung
  • Es gibt kein Anspruch auf die Vermietung einer verweigerten Wohnung
  • Rechtliche Ansprüche müssen innerhalb von zwei Monaten gegenüber der diskriminierungsverantworlichen Person/ Institution geltend gemacht werden


Tipps für Menschen, die von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt betroffen sind

  • Teilen der Erfahrung mit anderen
  • Gedächnisprotokoll anfertigen
  • Ungleichbehandlung ansprechen und um Klärung des Vorfalls bitten
  • Ansprechperson/ AGG Beschwerdestelle aufsuchen
  • Beschwerdebrief schreiben
  • Klagen


Handlungsmöglichkeiten für Ansprechpersonen

  • Gedächtnisprotokoll: sammeln und strukturieren von Informationen
  • Thematisieren von Diskriminierungserfahrungen
  • Parteilichkeit
  • Sondierung des Anliegens – was ist das Ziel?
  • Ermöglichung der Betroffenen, eine informierte Entscheidung zu treffen
  • Planung konkreter Interventionsmöglichkeiten: Verweisberatung


Beratungs- und Hilfsangebote zu Diskrimierung auf dem Wohnungsmarkt in Leipzig

Falls Sie von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt betroffen sind oder mit Menschen zutun haben, die darunter leiden, holen Sie sich Hilfe! Im Folgenden stellen wir Beratungs- und Hilfsangebote zu Diskrimierung auf dem Wohnungsmarkt in Leipzig vor.


Internationale Frauen Leipzig e.V: „Ankommen im Alltag - Migrant/-innen in Schönefeld“

Ziel des Projektes ist zum einen, durch direkte Unterstützungsangebote („Hilfe zur Selbsthilfe“) und niedrigschwellige Sprach- und Wissensvermittlung zum Thema „Alltag in Deutschland“ die Partizipation von Zugewanderten in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu stärken. Zum anderen wird das Projekt durch interkulturelle Begegnungsangebote zu einer Stabilisierung bzw. Verbesserung des sozialen Klimas im Stadtteil beitragen.

Kontakt Schönefeld:

Adresse: Paul-Heyse-Straße 45, 04347 Leipzig, Im Innenhof
E-Mail: frauenverein-nelmahahne@hotmail.com
Tel: 01522 / 46 72 641

Kontakt Volkmarsdorf:

Ansprechpartnerin: Dr. Anke Kästner
Adresse: Konradstraße 60a, 04315 Leipzig
E-Mail: frauenverein-leipzig@hotmail.de
Tel.: 0341 / 68 88 940
www.if-leipzig.de


Kontaktstelle Wohnen

Die Kontaktstelle Wohnen unterstützt Geflüchtete dabei, in Leipzig und im Landkreis Leipzig eigenen Wohnraum zu finden und vermittelt ehrenamtliche Umzugslots:innen.

Die Kontaktstelle Wohnen übernimmt die Kommunikation mit VermieterInnen, begleitet zu Wohnungsbesichtigungen und Schlüsselübergabe und unterstützt bei Anträgen zur Mietkostenübernahme durch das jeweilige Amt. Außerdem beraten wir in unseren Sprechstunden Geflüchtete und MigrantInnen zu Themen rund um das Thema Wohnraumsuche.

Kontakt:

Offene Beratungssprechstunden: Dienstag 10–12 Uhr, Mittwoch 13–15 Uhr
Tel.: 0341 / 39 29 56 10
E-Mail: info@kontaktstelle-wohnen.de
www.kontaktstelle-wohnen.de


Malteser Hilfsdienst e.V. Stadtteilprojekt Gorkistraße 120

Ein Ort an dem Menschen Hilfe und Unterstützung bekommen oder selbst Hilfe anbieten können. Geplant sind: Nachhilfe für Kinder und Erwachsene, Sprach- u. Computerkurse, Kunst- u. Musikangebote, offene Sprechstunden, vermitteln weiterhin Patenschaften, Sprachtandems und individuelle Unterstützung – alles kostenlos.

Kontakt:

Adresse: Gorkistraße 120, 04347 Leipzig
E-mail: gorki120leipzig@malteser.org
facebook.com/gorkistrasse120


Antidiskriminierungsbüro Sachsen

Bei der Wohnungssuche, auf Arbeit, im Geschäft oder einer Behörde – wenn Menschen Diskriminierung erfahren, ist es gut, nicht allein da zu stehen. Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen unterstützt Sie dabei, mit dem Erlebten umzugehen, und beraten Sie, wie Sie sich für Ihre Rechte stark machen können. Das AdB Sachsen unterhält Büros in Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Hier hilft das Antidiskrimierungsbüro im konkreten Einzelfall weiter:

  • Zuhören, Raum für Erfahrung geben
  • Klären des Anliegens und guter Lösungen
  • Informationen zu Rechten und Unterstüzungsmöglichkeiten
  • Beschwerdebrief
  • Gespräche, Bsp. Vermittlungsgespräche
  • Unterstüzung bei Klage
  • Öffentlichkeitsarbeit

Mit diesen Maßnahmen geht das AdB Sachsen gegen strukturelle Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkkt vor:

  • Qualifizierte Antidiskriminierungsberatung: Einzelfallberatung & Begleitung (sachsenweit)
  • Identifizierung und Abbau struktureller Problemlagen
  • Sensibilisierung
  • Testings
  • Gespräche mit Verantwortlichen – Vertragliche Vereinbarungen
  • Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt Leipzig:

Adresse: Seeburgstraße 20, 04103 Leipzig
Tel: 0341 / 30 39 492
Termine: www.adb-sachsen.de

 

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