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KIFAZ – Kinder- und Familienzentren

Projektlaufzeit:
April 2009 bis Dezember 2012

Teilnehmende Einrichtungen:

  • ITE Kita Regenbogenland Konradstraße 70/72
    Träger: Stadt Leipzig/Jugendamt
  • ITE Kita Eisenbahnstraße 52
    Träger: Stadt Leipzig/Jugendamt
  • ITE Kita Wurzner Straße 122
    Träger: BBW Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH

Angebote im KIFAZ Leipziger Osten

Projekt-Ergebnisse 

Weiterführung der Leipziger Kinder- und Familienzentren nach 2012 

„In dem täglichen Kontakt zwischen den Familien und den pädagogischen Fachkräften kann sich ein Vertrauensverhältnis entwickeln, das besonders wichtig wird, wenn Fragen und Probleme auftauchen“, betont Sozialbürgermeister Thomas Fabian. „Eltern und andere Familienangehörige können bei Bedarf durch die Fachkräfte beraten werden und mit ihnen gemeinsam weiterführende passgenaue Unterstützungsangebote suchen. Unser Ziel ist es, die Familien bei der Erfüllung ihrer Erziehungsaufgaben zu stärken.“

Das Modellprojekt Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren (KIFAZ) soll im Programmgebiet Leipziger Osten zu einer kind- und familiengerechten Stadtteilentwicklung beitragen.
Kindertageseinrichtungen als frühe Anlaufstellen für Familien erscheinen besonders geeignet, sich zu Knotenpunkten in einem sozialen Netzwerk weiter zu entwickeln, das

  • die frühzeitige Förderung der Entwicklung der Kinder ermöglicht,
  • Familien bei der Erziehung der Kinder wirksam unterstützt und stärkt,
  • rechtzeitig Beratungs- und Unterstützungsbedarf in Familien erkennt und ihnen entsprechende Angebote vermittelt.

Die künftigen Familienzentren werden Orte der Begegnung für die ganze Familie und vereinen die klassische Betreuungsleistung mit verschiedenen ergänzenden Angeboten. In deren Zentrum stehen die Kinder und Familien in ihrem sozialen Lebensumfeld.

  

Die Familienzentren wollen sich nach außen öffnen und einen festen Platz im Leben des Stadtteils einnehmen:

  • Der Aufbau von Netzwerken mit Kooperationspartnern ist von großer Bedeutung, um passgenaue Angebote der Information, Beratung und Unterstützung für Familien zu entwickeln und diese regelmäßig anzubieten.
  • Die Qualifizierung der pädagogischen Arbeit steht im Vordergrund, um die angestrebten Erziehungspartnerschaften (º) zwischen Fachkräften der Kita und Familien zu realisieren.
  • Mit den Bemühungen, die familienorientierten Angebote vor Ort anzubieten, soll eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichergestellt werden.

(º) Erziehungspartnerschaft bedeutet die enge Zusammenarbeit zwischen pädagogischem Team, Eltern und Kindern, um gemeinsam den bestmöglichen Bildungs- und Erziehungsweg zu finden.
Dafür ist ein funktionierendes Vertrauensverhältnis und die gemeinsame Ausgestaltung der Erziehungspartnerschaft wichtig. Um dies zu erreichen, werden Familien verstärkt in den Kita-Alltag einbezogen.
Zudem werden Leiter/-innen und Erzieher/-innen durch vielfältige Fortbildungen auf die veränderten Aufgaben vorbereitet, um zukünftig als kompetente Bezugs- und Vermittlungspersonen zu arbeiten.

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Die Angebote im Familienzentrum sollen sich an den Bedingungen im Stadtteil orientieren und die vielfältigen Lebenslagen der Familien berücksichtigen. Erfolgreiche Angebote im Familienzentrum Leiziger Osten sind z. B.:

  • Info-Café zu Themen der Familien-Gesundheit | jeden letzten Dienstag 16.00 bis 17.30 Uhr
    (in Kooperation mit Gesundheitsamt, seit November 2011 Weiterführung des Info-Cafés des zu Ende gegangenen Projektes GO - Gesund im Osten)
  • Familien-Café | jeden 1. Mittwoch 15.00 bis 17.00 Uhr + Familienberatung + Kleiderbörse
  • Krabbelgruppe für Eltern mit ihren Kindern bis 3 Jahren | jeden Mittwoch 9.00 bis 10.30 Uhr + Kleiderbörse
  • FuN – Familie und Nachbarschaft: ein Programm zur Stärkung von Familien in ihrem sozialen Umfeld
  • Zusammenarbeit mit Kultur- und Sprachmittlern | auch eigene Veranstaltungen wie ein monatlicher Lese- und Spielenachmittag | „Willkommenshefte” in verschiedenen Sprachen
  • Migrantenberatung | jeden letzten Dienstag 14.00 bis 16.00 Uhr zur Unterstützung der Integration von Familien mit Migrationshintergrund
  • Angebote von Eltern für Eltern
  • Informationen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten im Stadtteil | „Gelbe Seiten für die Familie” als Handbuch für Erzieher und Eltern 
  • Kleiderbörse
  • Sport- und Kreativangebote

Ausführliche Termine der nächsten Wochen und Monate finden sich unter http://www.leipzig.de/de/buerger/jugend/kifaz/termine/

  

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Projekt-Ergebnisse

„Wir – Kinder, Eltern, Erzieher, Sprachmittler, Netzwerkpartner und Kita-Leitungen – sind Teile eines Ganzen, die auf dem Weg sind, Ressourcen und Potenziale immer mehr zu nutzen.” Koordinatorin Irene Ebert

  • Entwicklung breit gefächerter Beratungs-, Hilfe- und Veranstaltungsangebote im Rahmen der KiFaZ (siehe oben)
  • Schaffung notwendiger Strukturen und Kooperationsbeziehungen (z. B. Schulen und Horte, Freizeiteinrichtungen, Gesundheitsamt, Beratungsstellen, Quartiersmanagement), Leistungen der Netzwerkpartner werden zunehmend in der KiFaZ angeboten
  • stetige Vervollkommnung/Erweiterung der KiFaZ-Konzeption
  • regelmäßige Weiterbildungen für Erzieher/-innen („Erziehungspartnerschaft”)
  • regelmäßige Bedarfsanalysen bei den Familien
  • Entwicklung eines Gütesiegels für KiFaZ in Leipzig 

¬ im Rahmen des Modellprojektes: Sozialpädagogen unterstützten – zehn Wochenstunden pro Kita – Konzeption und Koordination der Weiterentwicklung zu Familienzentren 
¬ ein zusätzliches Budget je Einrichtung unterstützte Umsetzung der Familienzentrenangebote
¬ umfangreiche Fortbildungen und Supervision für alle Kita-Teams
¬ trägerübergreifende Vernetzung und Austausch der sich entwickelnden Familienzentren
¬ wissenschaftliche Evaluation durch die HTWK Leipzig

→ Es konnten Familien erreicht werden, die bisher keine oder wenige niedrigschwellige oder Familienbildungsangebote nutzten.
→ Durch die KiFaZ-Koordinator/-innen gelang die Vernetzung mit Beratungs- und Familienbildungsangeboten und Vereinen. 
→ Wo zusätzlich Sprach- und Kulturmittler (Modellprojekt der Stadt Leipzig) eingesetzt waren, konnte der Zugang zu Familien mit Migrationshintergrund stark verbessert werden.

Wichtigstes Kriterium für die neue Qualität in der Zusammenarbeit mit Familien ist das Entstehen einer Kooperationsbeziehung, in der beide Seiten – Erzieher und Eltern – gemeinsam Verantwortung für die Förderung der Kinder übernehmen und sich gegenseitig als Experten für das Kind wahrnehmen.

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Koordinatorin:
Irene Ebert (bis Juli 2013)
KIFAZ c/o ITE Eisenbahnstraße 52, 04315 Leipzig
Tel. 0341 – 2 71 99 79-28
ebert.irene@bbw-leipzig.de

Zum Herunterladen:
Faltblatt zum Projekt KIFAZ – Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Kinder- und Familienzentren (PDF-File, ca. 431 kB)

 

Das Projekt wird im Auftrag der Stadt Leipzig (Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung in Kooperation mit Jugendamt) gemeinsam mit dem Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH realisiert und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Es ist Teil des dreijährigen Modellprojekts der Stadt Leipzig „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren“, das in insgesamt zehn Einrichtungen kommunaler und freier Träger umgesetzt wird.
Die Projektumsetzung wird von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig wissenschaftlich begleitet. Nach drei Jahren Projektlaufzeit sollen dem Leipziger Stadtrat Schlussfolgerungen für die generelle Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen unterbreitet werden

Informationen zum KIFAZ-Modellprojekt der Stadt Leipzig siehe auch unter www.leipzig.de/kifaz

Kinder- und Familienzentren (KIFAZ) Leipziger Osten Weiterführung ab Mai 2012

 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt