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Stadtteilerkundungen im Leipziger Osten

Als zum Teil einmalige Gelegenheiten, den Leipziger Osten, seine Quartiere und Einwohner kennenzulernen und sich über Neues zu informieren, erfreuen sich die Stadtteilrundgänge verschiedener Organisatoren stets großer Beliebtheit.

Insbesondere seit 2013 lockt der künftige Parkbogen Ost, der größtenteils auf ehemaligen Schienenwegen der Bahn entsteht, viele Neugierige in den Leipziger Osten.

 

Ein Spaziergang auf dem Sellerhäuser Bogen mit ganz neuen Einblicken

Am Samstag, 20. Oktober 2018, lud die Stadt Leipzig interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem besonderen geführten Spaziergang im Ostabschnitt des Parkbogens Ost ein. Landschaftsplaner und Spaziergangs-wissenschaftler Bertram Weisshaar (Atelier LATENT) führte im Rahmen eines seiner wohlbekannten TalkWalks über den Sellerhäuser Bogen.

Ausgangspunkt war vorm Restaurant „Reudnitzer Terrassen“ an der Ecke Oststraße/ Holsteinstraße. Der interaktive Spaziergang verlief zunächst ab Martinsbrücke über die große Rampe hinunter zur Anger-Crottendorfer Bahnschneise und diese entlang bis zum aktuellen Endpunkt an der Zweinaundorfer Straße.

 

Entlang des Weges neben der Fernwärmeleitung, über die das Neubaugebiet Paunsdorf aus dem Kraftwerk Lippendorf geheizt wird, informierten Peggy Feldmann und Oliver Thier von ENEDAS - Verein zur Förderung der Umweltbildung und Umweltforschung über die bemerkenswerten Entwicklungen der Flora am Parkbogen Ost. Sie erörterten am Beispiel von Weißwurz, Beifuß und Co. das Ringen von gärtnerisch gestaltetem Gelände und natürlichem Werden und vermittelten manch Wissenswertes aus der Zauberwelt der Pflanzen.

Mitarbeiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) gaben einen Überblick, was bisher geschah und stellten Überlegungen zu den geplanten Schritten am Bauabschnitt Sellerhäuser Bogen vor, unter anderem zur Errichtung einer Rampe am südlichen Ende des Bahndamms. Mit der konkreten Umsetzung soll im Jahr 2019 begonnen werden.

 

Am ehemaligen S-Bahn-Haltepunkt Anger-Crottendorf erklommen die rund 80 Spaziergänger den Bahndamm und wanderten gen Norden übers Sellerhäuser Viadukt bis zum früheren Haltepunkt Sellerhausen an der Wurzner Straße.

     

Auf dem Bahndamm drehten sich die Gespräche um die Zukunft der Umgebung, zum Beispiel des riesigen Geländes, auf dem früher die Karl-Krause-Werke standen. Der Spaziergangsforscher und seine Helfer trugen unterhaltsame Geschichten und Überlieferungen bei - über Natur in der Stadt, das Nebeneinander von einheimischen Gewächsen (Waldrebe) und eingewanderten Arten (Götterbaum), über Erfahrungen mit dem Knöterich, dem laut Botanikern „ invasiven Mistzeug”.

Nach dem abschließenden Wiederabstieg vom alten Bahndamm, der seit 2012 nicht mehr gebraucht wird, direkt hinterm Sellerhäuser Viadukt fand der teils abenteuerliche Spaziergang seinen Abschluss mit einem heißen Süppchen bei der IG Fortuna am gleich um die Ecke liegenden ehemaligen Kino der Jugend.


Der Flyer zum Spaziergang

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