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„Check the Rabet”

Kinder und Jugendliche testeten Architektenentwürfe

Hielten die Planungsentwürfe der zehn am Gutachterverfahren beteiligten Planungsbüros zur Neugestaltung und Erweiterung des Stadtteilparks Rabet dem strengen Blick derer stand, die sich voraussichtlich besonders oft im Park aufhalten werden, dem der Kinder und Jugendlichen?

Am Nachmittag vor der Entscheidung nutzten auf Einladung der Stadt Leipzig mehr als 30 Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, die Arbeiten genau zu prüfen – noch bevor die Erwachsenenjury die Arbeiten in die Hand bekam! Intensiv wurde diskutiert, ob ein Aussichtsturm schön oder doch zu gefährlich sei, warum in den Plänen nichts von Wasser stehe und dass eine Halfpipe aus Edelstahl doch viel zu rutschig sei. Und dass die Wall of Fame an der Atriumbühne viel länger sein müsste.

Am Freitag, den 20.09.2002 tagte das Preisgericht – aus Erwachsenen. Aber mit Kristin und Louisa waren zwei Schülerinnen des Felix-Klein-Gymnasiums dazu gekommen, um den Fachleuten all das zu übermitteln, was sie am Abend vorher gemeinsam mit den anderen Kindern und Jugendlichen zusammengetragen hatten. Es war in Leipzig das erste Mal, dass in einer Jurysitzung die gesamte Zeit über Jugendliche anwesend waren und ihre Meinung sagen konnten.

Wie der künftige Stadtteilpark Rabet im einzelnen gestaltet werden sollte, konnte man bereits weitgehend dem Siegerentwurf des Büros Lützow 7 entnehmen, der am 24.09.2002 der Öffentlichkeit vom Beigeordneten für Planung und Bau, Dr. Engelbert Lütke Daldrup, vom Bürgermeister und Beigeordneten für Umwelt, Ordnung und Sport, Holger Tschense, im IC-E InfoCenter Eisenbahnstraße 49 vorgestellt wurde.

Hauptgestaltungselement wird das einen Kilometer lange brombeerfarbene „Aktivband” rings um die große Zentralwiese sein. „Der Rundkurs des Aktivbandes dürfte ein einzigartiges Skater- und Inliner-Paradies werden, das weit über Neustadt-Neuschönefeld hinaus Menschen anziehen wird und den Osten vielleicht nachhaltig in seiner Attraktivität anhebt”, schreibt ein begeisterter Betrachter des Siegerentwurfs. Natürlich wird man auf diesem „Aktivband” auch ganz normal spazieren, laufen oder Rad fahren können.
Das heutige Grünareal wird um zwei Hektar vergrößert. Die große Wiese ermöglicht einen freien Blick über ausgedehntes Grün mitten in einem ansonsten sehr dicht bebauten Viertel. Wichtige Objekte wie der Freizeittreff, die Atrium-Bühne und das Kletterschiff „Bounty”, natürlich auch die beiden Sporthallen bleiben erhalten, werden aufgewertet und in das Parkkonzept einbezogen. Insbesondere auf der Fläche zwischen Freizeittreff und Sporthallen entstehen neue Außenanlagen zum Ballspielen, Skaten usw.
Zur Eisenbahnstraße hin soll die Parkanlage in einem dreireihigen Baumhain ihren Abschluss finden. Unter den Bäumen wird Platz für Verschiedenes sein: für Märkte, Feste, aber auch Parkplätze.

Insgesamt gründete sich der große Anklang, den der Siegerentwurf auch bei befragten Anwohnern fand, auf das Konzept, einen klassischen Landschaftspark mit verschiedenen modernen Elementen zu kombinieren.

 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt