www.leipziger-osten.de
http://www.leipziger-osten.de/
content/stadterneuerung-wohnen/projekte-der-stadterneuerung/entwicklung-areal-ostwachegrundschule-anger-crottendorf/

Zusammenfassung des Bürgerdialogs in Anger-Crottendorf zur Entwicklung des Stadtteils bis 2028

Am 03. März 2021 fand eine digitale Dialogveranstaltung zur Entwicklung des Stadtteils Anger-Crottendorf bis 2028 mit 100 Mitwirkenden statt. Mit freundlicher Genehmigung übernehmen wir hier ein Artikel zum Bürgerdialog aus dem Leipziger Amtsblatt 5/2021. Eine detailliertere Zusammenfassung der Veranstaltung erscheint demnächst.

Anger-Crottendorf im Umbau: Parkplätze sind nicht die Zukunft
Digitale Bürgerinfo: Stadt stellte Pläne für den Stadtteil vor

„Wir als junge Familie begrüßen alle geplanten Maßnahmen und freuen uns auf eine großartige Zukunft in Anger-Crottendorf, vielen Dank!“ In die Freude einer Familie über die Entwicklung Anger-Crottendorfs in puncto Schule, Grün und Freizeit mischen sich aber auch kritische Stimmen zu Parkplatzsituation und Nahverkehrsangeboten im Wohngebiet.

Am 3. März hatten Ämter der Stadt ihre Pläne für den Stadtteil im Leipziger Osten in einer digitalen InfoVeranstaltung vorgestellt – moderiert vom Quartiersmanagement Leipziger Osten.

Neue Schule – reduziertes Parkangebot

2180 Schulplätze insgesamt werden in den Schulbezirken im Leipziger Osten benötigt. Deshalb will die Stadt 2025 mit dem Bau einer Grundschule für rund 450 Schülerinnen und Schüler in der GregorFuchsStraße beginnen. Das Amt für Schule plant hier einen viergeschossigen Neubau und eine ZweiFeldSporthalle. Manko: Zwei Garagenhöfe mit insgesamt 179 Garagen müssen weichen, so das Liegenschaftsamt, das die Pachtverträge voraussichtlich zum Jahresende 2023 kündigen wird. Lange im Vorfeld hat das Stadtplanungsamt nach Alternativen gesucht, Bestandsgebäude geprüft und auch die Umnutzung der Alten Feuerwache in Erwägung gezogen. Letztlich standen die zu hohen Umbaukosten in keinem Verhältnis zu dem jetzt geplanten Neubau. Unter den Bewohnern sorgt das für Unmut und die Frage und Sorge, wo denn die Autos dann stehen sollten. Das Quartier sei durch den starken Zuzug jetzt schon am Limit. In diese Diskussion mischten sich auch andere Stimmen: Gerade in der Klimakrise gelte es, weniger Autos, dafür neue intelligente Nahverkehrsangebote, die einen privaten Pkw ersetzten, zu schaffen und damit das Wohnviertel aufzuwerten. Parkplätze seien nicht die Zukunft, hieß es da von Anwohnern.

An einer Strategie für den gesamtstädtischen Nahverkehr feilt bereits das Verkehrs und Tiefbauamt und präsentierte am 3. März online auch Varianten für Bus und Bahn, die im Stadtteil geprüft werden, denn die Wege gerade für Ältere sind zu lang.

Alte Feuerwache – neue Freiräume

Mit dem Parkbogen Ost auf der alten S-Bahntrasse und dem Umbau der Alten Feuerwache sollen für Anger-Crottendorfer viel öffentliches Grün und ortsnahe Freizeitangebote entstehen. Diese Projekte betreut das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Ab 2022 wird beispielsweise am Parkbogen gebaut, Bauherr ist das Amt für Stadtgrün und Gewässer, und das Verkehrs und Tiefbauamt will im Frühjahr kommenden Jahres die Sanierung der Brücke über die TheodorNeubauerStraße in Angriff nehmen. Dreh und Angelpunkt für Soziales und Kultur im Quartier könnte indes die Alte Feuerwache werden. Diese Idee verfolgt der Verein Ostwache Leipzig e. V., der sich hier auch Räume für kleines, nichtstörendes Gewerbe vorstellen kann, über ein Café in der ehemaligen Wagenhalle nachdenkt und eine Kooperation mit der künftigen Grundschule anstrebt.

Das Quartiersmanagement erlebt damit ein mehrheitlich positives Echo auf die Präsentation und will deshalb weitere Veranstaltungen zu Anger-Crottendorf folgen lassen.

 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt