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„Im Osten geht die Sonne auf! Energieräumliches Konzept für den Leipziger Osten”

Das Fraunhofer-Zentrum für Ost- und Mitteleropa (MOEZ) startet im Leipziger Osten mit Kooperationspartnern ein Modellprojekt für eine energieeffiziente Stadt

Am 15. Juni 2009 besiegelten das MOEZ, das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, das Institut für Angewandte Informatik e. V. (InfAI) sowie das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig ihre Zusammenarbeit in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Wettbewerb „Energieeffiziente Stadt”.

Unter Federführung von Diplom-Ingenieur Christian Strauß (MOEZ) beteiligen sich die Leipziger Partner mit weiteren 14 Gruppen bundesweit an dem Konzeptwettstreit. Bis Ende Mai 2010 müssen die Ideen konkretisiert werden. Das BMBF unterstützt diese Phase mit jeweils 200.000 Euro.
Voraussetzung für diese Förderung für Leipzig war die im März 2009 gegebene Zustimmung des Stadtrates.

Das Projektkonsortium hat ein Jahr Zeit, gemeinsam mit kommunalen Partnern die Energiesituation in den östlichen Stadtteilen Leipzigs eingehend zu analysieren. Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern Energieverfügbarkeit, -verbrauch und -kosten in Bereichen wie Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Verkehr und Transport nachhaltig optimiert werden können. Die am Ende der Analyse stehende Energiewahrheit für den Leipziger Osten wird dann die Grundlage bilden, Handlungsalternativen und innovative Strategien für einen effizienteren Umgang mit Energie zu entwickeln.

Das Projektteam stützt sich auf die im Leipziger Osten bereits bestehenden Strukturen und Netzwerke, die im Zuge des Stadtumbauprozesses entstanden sind, wie das IC-E InfoCenter, Stadtteilmanagement und Quartiersmanagement sowie Teile des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW). „Genau aus diesem Grund passt das Energiespar-Projekt in dieses Stadtgebiet”, begründet Projektleiter Christian Strauß das Engagement. „Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung. Es hilft der Umwelt. Es birgt eine soziale Komponente, denn jeder kann selbst etwas dafür tun und stolz darauf sein.”

Gewinnen werden den bundesweiten Wettbewerb letztlich jene drei bis fünf Konzepte, die modellhaft übertragbare, zukunftsfähige Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung städtischer Ballungszentren bieten, den Bedürfnissen aller ins kommunale Leben involvierten Akteure gerecht werden und nicht zuletzt helfen, deutliche Energieeinsparungen zu erzielen.

Erfüllt „Im Osten geht die Sonne auf!” diese Erwartungen, so wird seine Umsetzung vom BMBF ab Mitte 2010 auf drei bis fünf Jahre mit einer Fördersumme von rund 1 Million Euro unterstützt. Der Leipziger Osten wäre dann als Teil für das Ganze ein Leitbild dafür, wie Deutschland bis 2020 seine ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen kann.

Langfristiges Ziel des Projekts ist es, den Energieverbrauch im Leipziger Osten zu verringern. Anders gesagt: „Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung, wir wollen Umweltschutz. Und nicht zuletzt wollen wir, dass die Menschen Geld sparen können”, sagt Christian Strauß.

Zum einen soll bei der öffentlichen Hand angesetzt werden: Sie ist für die räumliche Gesamtplanung verantwortlich – diese muss in diesem Zusammenhang noch stärker als bisher Möglichkeiten für Energieeinsparungen aufzeigen. Zum anderen sollen die Mieter und Vermieter sowie Infrastrukturträger im Leipziger Osten aktiv einbezogen werden, etwa wenn es um die Anpassung ihres Wohnraum-Bestandes geht. Nach Ansicht von Strauß ist zuvor eine Analyse der beteiligten Institutionen und ihrer Handlungsmuster aus politikwissenschaftlicher und ökonomischer Sichtweise unerlässlich.

Zur Projektseite (MOEZ) „Im Osten geht die Sonne auf! Energieräumliches Konzept für den Leipziger Osten”



 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt