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Einwohnerbefragung zu Grünflächen im Leipziger Osten
Was halten Sie z. B. von einem Wald gleich bei Ihnen um die Ecke? – Umweltforschungsinstitut und Stadtplanungsamt wollen es im Juni 2010 per Haushaltbefragung wissen
Im Rahmen eines Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens, das die Stadt Leipzig in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz (Außenstelle Leipzig) verfolgt, werden seit diesem Frühjahr Aufforstungsmaßnahmen durchgeführt – auf der Brachfläche der ehemaligen Stadtgärtnerei (Zweinaundorfer Straße), demnächst auch auf Stadtumbauflächen in Grünau. Diese neuen Waldflächen sollen das Wohnumfeld aufwerten und neue Erholungsangebote schaffen, aber auch das Stadtklima, die lufthygienische Situation sowie den Naturschutz verbessern.
Ab Anfang Juni 2010 werden in diesem Zusammenhang in Teilen von Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf und Anger-Crottendorf soziologische Befragungen durchgeführt, bei denen es um die Sicht der Bewohner auf solche künftigen Waldflächen geht. Die Erhebung wird vom Stadtplanungsamt unterstützt, der entsprechende Fragebogen wurde in enger Kooperation zwischen Vertretern des Amtes und Stadtsoziologen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung-UFZ in Leipzig erarbeitet. Von Interesse sind Fragen zur Wohnsituation, zur Nutzung verschiedener Grünflächen, zu den Präferenzen und Wünschen im Hinblick auf die Anlage neuen Waldes, zur Akzeptanz und (künftigen) Nutzung.
Prof. Dr. Dieter Rink (UFZ) informiert, dass ab 2. Juni 2010 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UFZ sowie geschulte Studenten der Universität Leipzig unterwegs sind und an Wohnungstüren klingeln. Sie werden die Bewohner bitten, einen Fragebogen entgegenzunehmen und auszufüllen. Thema ist zunächst die ehemalige Stadtgärtnerei, deren Fläche bereits aufgeforstet wird. Des Weiteren wird zur Brachfläche an der Bennigsenstraße befragt, die vom Stadtplanungsamt als eine mögliche Aufforstungsfläche ausgewählt wurde. Zudem wurden Straßenzüge um die Wurzner Straße für die Befragung ausgewählt, um die Unterschiede aus der Sicht von Wohnquartieren mit eher klassischen Begrünungen einbeziehen zu können.
Die Fragebögen werden persönlich an der Wohnungstür abgegeben und dort auch wieder abgeholt. Die Verantwortlichen der Befragung „Urbane Wälder“ bitten um die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger und danken bereits an dieser Stelle für die Unterstützung. Sie planen, über die Ergebnisse in Zeitungen, im Internet und auf Veranstaltungen umfangreich zu informieren.
