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LWB erhält Preis für Konzept zur energetischen Sanierung des Kreuzstraßenviertels

Die Silbermedaille für eine erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme befördert die praktische Umsetzung des Energiekonzepts für ein komplettes Plattenbauviertel im Leipziger Osten.

Für ihre erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb „Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten“ wurde die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) am 15.07.2009 in Berlin mit einer Silbermedaille und 75.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.
Die LWB hatte sich an dem Anfang 2009 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ausgelobten und mit insgesamt 2,2 Mio. Euro Preisgeld dotierten Wettbewerb mit einem Konzept für das Kreuzstraßenviertel im Dreieck von Ludwig-Erhard-, Dresdner und Kohlgartenstraße beworben.

Erstmals sollten bundesweit energetische Sanierungs- und Entwicklungskonzepte nicht ausschließlich am einzelnen Haus, sondern an einer größeren Siedlung vorgenommen werden. Von 76 eingereichten Wettbewerbsarbeiten wurden 34 Siedlungen für ihre Konzepte, die Energiesparen mit weitgehenden Verbesserungen im Quartier verbinden, prämiert.

Bei dem im Leipziger Osten liegenden Kreuzstraßenviertel mit insgesamt 1.058 Wohnungen handelt es sich ausschließlich um Plattenbauten vom Typ WBS 70. Obgleich die Gebäude die Vorgaben des Energieausweises erfüllen (gute Wärmedämmeigenschaften der Gasbeton-Außenwände, Heizen mit Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung), sollen deren energetische Standards weiter verbessert werden. Deshalb spielt im Sanierungskonzept eine Optimierung der technischen Gebäudeausrüstung die zentrale Rolle.

    

Gemäß der Bedingungen des Wettbewerbs mussten damit ein Partizipationskonzept, ein Stadtteilentwicklungskonzept und Konzepte für die Finanzierung und Durchführung verknüpft werden.
Besonderes Gewicht liegt auf dem Partizipationskonzept, das eine enge Einbindung der Bewohner bei der Umsetzung vorsieht. Die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes sowie eine Stabilisierung und Weiterentwicklung der Nachbarschaft im Kreuzstraßenviertel werden in enger Kooperation zwischen Mietern und Unternehmen erfolgen. Außerdem soll die energetische Sanierung durch verschiedene lokale Akteure (Vereine, städtische Einrichtungen, Initiativen) begleitet werden, um z. B. über richtiges Verhalten im Sinne von Energieeffizienz und Klimaschutz zu informieren.

Die für die Konzepterarbeitung verantwortliche Prokuristin und Leiterin Baukoordinierung, Ines Gillner, zeigte sich über die Auszeichnung sehr erfreut: „Der Preis bestätigt einmal mehr die Strategie, unseren Wohnungsbestand stärker unter dem Blickwinkel von Energieeffizienz und Ökologie zu entwickeln. Wir haben das Wettbewerbskonzept mit einem großen Kreis von Partnern erarbeitet, die uns bei der weiteren Konkretisierung begleiten werden.“

An der Konzepterarbeitung waren neben der LWB die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH mit ihrer Außenstelle im Leipziger Osten, das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, das Stadtplanungsamt, das Planungsbüro BAC Leipzig, die Universität Leipzig (Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft), die HTWK (Fachbereich Maschinen- und Energietechnik) und die Stadtwerke Leipzig beteiligt.

Ein Zeitplan zur Umsetzung des energetischen Konzepts im Kreuzstraßenviertel liegt noch nicht vor. „Mit dem Preisgeld werden wir die Planungen voran treiben und gemeinsam mit unseren Partnern das Konzept konkretisieren”, informiert Pressesprecher Gregor Hoffmann. Wichtig sei dabei, dass das Vorhaben mietneutral verwirklicht wird.



 

Leipziger Osten, Stadtteilmanagement, Quartiersmanagement, Soziale Stadt